Kärnten Werbung buhlt heuer besonders um Gäste aus China

Kärnten Werbung buhlt heuer besonders um Gäste aus China

Künftig will Kärnten gezielt chinesische Gäste anlocken. Das Bundesland besticht vor allem auch durch die Seenlandschaft, wie hier der Weissensee.

Kärnten steht als Tourismusziel bestens da: 2015 registrierte das Bundesland zwölf Millionen Nächtigungen und 2,85 Millionen Ankünfte. Bis 2017 sollen es aber noch mehr werden - dabei sollen vor allem Gäste aus dem Reich der Mitte angelockt werden.

Seen, Berge und Natur: Kärnten bietet die ideale Landschaft zum Wandern, Schwimmen, Radlfahren und Erholen. Darum setzt die Kärnten Werbung heuer vor allem auf diese Vorzüge. Die Kampagne mit dem Titel "Geschmack der Kindheit" ist für die Kernmärkte Österreich, Deutschland und Holland geplant. Man habe mit Hirnforschern zusammengearbeitet, erklärte Kärnten Werbung-Geschäftsführer Christian Kresse. "Positive Kindheitserinnerungen sind sehr schnell abrufbar." Da wolle man ansetzen und jene wieder nach Kärnten locken, die bereits in ihrer Kindheit Urlaube in Österreichs südlichstem Bundesland verbracht haben.

Kärnten beliebt bei Gästen aus Fernost

Weiters will man sich auf den chinesischen Markt wagen. Mehr als 100.000 Euro will man in eine entsprechende Kooperation mit der Österreich Werbung investieren. "Chinesische Gäste möchten etwas erleben, Natur pur ist das Stichwort", so Kresse. Zwar könnten 80 Prozent der Chinesen nicht schwimmen, allerdings sei etwa der Weitwanderweg Alpen-Adria-Trail schon jetzt sehr beliebt, auch bei Gästen aus Fernost. An den Fluganbindungen werde es nicht scheitern, meinte Kresse, über Wien sei die Verbindung gut. Allerdings müsse man generell schauen, dass der Klagenfurter Flughafen zusätzliche Anbindungen bekomme. Vorher sei aber die Frage der Sanierung zu klären, sagte Kresse.

In den vergangenen zehn Jahren haben eine Marktbereinigung und eine Verkürzung der Urlaubsdauer den Kärntner Tourismus geprägt. Die Ankünfte stiegen um 15 Prozent, während die Nächtigungen um 0,9 Prozent sanken. Das Bettenangebot schrumpfte um 11,9 Prozent auf 141.000. Kresse: "Die Beherberger, die noch vermieten, haben ihre Auslastung gesteigert", nämlich von 77 Tagen (2006) auf 86 Tage (2015).

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