Ganzjährige Schanigärten: Flexible Lösung angekündigt

Ganzjährige Schanigärten: Flexible Lösung angekündigt
Ganzjährige Schanigärten: Flexible Lösung angekündigt

Die Wiener Gastronomen wollen ihre Schanigärten ganzjährig geöffnet haben.

In die Debatte um die ganzjährige Öffnung von Schanigärten in Wien - derzeit gilt zwischen Anfang November und Ende Februar eine fixe Sperre - dürfte Bewegung kommen: Die Stadt will im Frühjahr den Bezirken bzw. der Wirtschaftskammer einen Vorschlag zur Flexibilisierung unterbreiten, wie ein Sprecher der zuständigen Stadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Mittwoch einen "Standard"-Bericht bestätigte.

Vor allem Gastro-Vertreter und die ÖVP - mit Ausnahme von City-Bezirkschef Markus Figl - wünschen sich seit längerem ein Aus des Winterverbots für Open-Air-Bewirtung. Im Rathaus zeigte man sich u.a. mit Verweis auf Anrainerinteressen bisher eher zurückhaltend. Im rot-grünen Regierungsübereinkommen einigte man sich allerdings darauf, "auf Basis der Evaluierung und Einbeziehung der Bezirke eine flexible Lösung für kleine Schanigärten" anzustreben.

Ein entsprechender Vorschlag werde derzeit erarbeitet, so der Brauner-Sprecher. Dieser soll dann mit den Bezirken und der Wirtschaftskammer diskutiert werden. Bei Einigkeit lege man sich keinesfalls quer, wird im Büro der Stadträtin versichert. Nicht zuletzt in Sachen Umsetzung einer etwaigen Flexibilisierung seien aber noch viele rechtliche Fragen - etwa ob für eine etwaige Winteröffnung eine eigene Genehmigung beantragt werden muss oder die schon bestehende Erlaubnis genügt - zu klären.

Insgesamt werben alljährlich rund 1.800 Schanigärten und 700 Gastgärten in der Bundeshauptstadt um Kundschaft. Sie dürfen nach derzeitiger Regelung nur von Anfang März bis Ende November offen haben.

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