Ferienflieger im Lufthansa-Konzern: Edelweiss versus AUA

Der Schweizer Ferienflieger Edelweiss expandiert. Mit der Swiss-Tochter will der Lufthansa-Konzern das Ferienflug-Segment ankurbeln. Die Schweizer wollen die Destinationen kontinuierlich erweitern.

Ferienflieger im Lufthansa-Konzern: Edelweiss versus AUA

Edelweiss fliegt als Schweizer Ferienfluggesellschaft und als Schwestergesellschaft von Swiss International Air Lines und Mitglied der Lufthansa Group mit Sitz am Flughafen Zürich weltweit 51 Destinationen in 26 Länder an. Flugangebote und Streckennetz werden so wie bei den anderen Lufthansa-Konzern-Airlines kontinuierlich ausgebaut.

37 Ziele fliegt Edelweiss auf der Kurz- und Mittelstrecke an – von Ägypten, Bulgarien, Griechenland, über Mazedonien, den Kosovo, Kroatien, Italien, Spanien, Kanaren, Portugal, Türkei, Zypern, Marokko bis zu Schottland, Norwegen, Finnland und Island. Zusätzlich gibt es 14 Langstreckenverbindungen: Von Costa Rica, Dominikanische Republik, Kuba, Malediven, Mauritius, Südafrika, Thailand bis zu den USA und Kanada.

Im Jahr 2016 befördertet die Airline auf 10.100 Flügen 1,46 Millionen Passagiere. Edelweiss beschäftigte zuletzt 672 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz in der Höhe von 420 Millionen Schweizer Franken.

Im Vergleich dazu beförderte die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines 11,4 Millionen Passagiere. Mit rund 6500 Mitarbeitern erzielte AUA einen Umsatz von 2,15 Milliarden Euro. Die AUA hat keine eigene Ferienfluggesellschaft mehr.

Die war früher die Lauda Air ist jetzt aber nur noch eine eigene Ferienflugabteilung unter der Marke MyAustrian Holidays. Diese arbeitet stark mit Reiseveranstaltern zusammen und fliegt 64 klassische Kurz- und Mittelstreckendestinationen vor allem im Mittelmeerraum an.

Abstimmung im Konzern

Auf der Fernstrecke hat die AUA erst jüngst ihr touristisches Angebot um Kapstadt – ab dem Winterflugplan 2018 – erweitert. Zusätzlich zu Tokyo, Bangkok, Colombo, Havanna, Mauritius, Male, Los Angeles und Miami. Während es bei der Florida-Destination immer wieder Gerüchte über mangelnde Auslastung und eine mögliche Einstellung gibt, sieht man bei Kapstadt entsprechendes Potenzial – obwohl die südafrikanische Destination auch von anderen Konzern-Airlines angeflogen wird.

Entscheidungen über neue Destinationen würden immer „nach einer Analyse des lokalen Marktes durch das Netzwerkmanagement und in Abstimmung mit dem Konzern“ erfolgen heißt es seitens der AUA. Letztlich sei es aber „eine Entscheidung der jeweiligen Airline, die für ihr Drehkreuz verantwortlich“ sei, sagt AUA-Sprecher Peter Thier: „Jede Airline sieht sich genau, die für sie in Frage kommende Catchment-Aera an, lotet unter Berücksichtigung des Transferverkehrsaufkommens genau aus, wie viele Passagiere für die einzelnen Verbindungen zu erwarten sind.“

Im Lufthansa-Verbund führen die Konzern-Airlines AUA, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa und Swiss im Sommerflugplan 2017 genau 23.476 wöchentliche Flüge weltweit durch. Über die Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel sowie auf vielen Punkt-zu-Punkt-Strecken verbinden die Fluglinien der Lufthansa-Group aktuell 308 Ziele in 103 Ländern.

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