Das bringt 2020 - Steuerfreie Dienstfahrräder für Mitarbeiter

Das bringt 2020 - Steuerfreie Dienstfahrräder für Mitarbeiter

Ob herkömmliches Fahrrad oder E-Bike, der Fiskus schafft für die Anschaffung von Dienstfahrräder steuerliche Anrieze.

Unternehmen, die ihren Mitarbeiter Dienstfahrräder zur Verfügung stellen, werden ab 2020 dafür steuerlich begünstigt, ebenso die Mitarbeiter, die diese Fahrräder auch privat nutzen.

Ab 1. Jänner 2020 können Unternehmen steuerfrei Dienstfahrräder für Mitarbeiter, kurz "Jobrad" anbieten. Die von ÖVP und FPÖ beschlossene Steuerreform macht das möglich. Konkret können Firmen für ihre Belegschaft Fahrräder ankaufen, ohne dass bei privater Nutzung ein Sachbezug anfällt. Die Arbeitgeber können auch den Vorsteuerabzug geltend machen, das heißt, die 20-prozentige Mehrwertsteuer fällt beim Kauf weg.

Jobräder in Deutschland beliebt
In Deutschland und Großbritannien haben sich solche Jobrad-Modelle bereits etabliert. Der deutsche Marktführer jobrad.org bietet den Unternehmen dabei auch die Finanzierung, Versicherung und Wartung der Diensträder an. Laut jobrad.org haben sich alleine bei Bosch über 12.000 der 55.000 Beschäftigten im Raum Stuttgart für ein Fahrrad oder E-Bike als Dienstrad entschieden. Der bayrische Autobauer BMW bietet seinen Mitarbeitern ebenfalls Jobfahrräder an.

Firmen wie Zumtobel oder Red Bull bieten bereits Jobräder an
Auch in Österreich waren Jobräder schon bisher möglich, allerdings mit gewissen Hürden. Als Vorreiter gilt das Land Vorarlberg sowie etliche Firmen im Ländle, wie der Leuchtenkonzern Zumtobel. Auch Red Bull in Salzburg und in Wien die Caritas ("CARIBIKE") und die Boku ("BOKU-Bikes") haben Fahrräder für Mitarbeiter angekauft, die Universität für Bodenkultur schnürte zudem ein Angebot für Studierende.

Steuerliche Begünstigung gilt auch für Elektrofahrräder
Die neue gesetzliche Regelung zur steuerlichen Behandlung in Österreich gilt sowohl für herkömmliche Fahrräder als auch für solche mit Elektromotor. Für die Personalabteilungen kann das Jobrad-Modell auch ein Instrument zur Mitarbeiterbindung sein. Laut der "War-for-Talents"-Studie von SEMrush, einem Anbieter, der Suchmaschinenanfragen auswertet, ist für Jobsuchende in Deutschland ein Dienstfahrrad mittlerweile ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.

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