Staat fördert E-Commerce-Projekte von KMU

Klein- und Mittelbetriebe, die ihren Vertrieb oder Marketing automatisieren und digitalisieren wollen, können im Rahmen des Förderprogramms „KMU.E-Commerce“ um einen Zuschuss ansuchen, der auch nicht wieder zurückgezahlt werden müssen. Die Details.

Staat fördert E-Commerce-Projekte von KMU

KMU, die in ihr Online-Business investieren, bekommen bis zu 20 Prozent der förderbaren Kosten vom Staat retour.

Das Förderprogramm „KMU.E-Commerce“ soll österreichische KMU bei der Automatisierung und Digitalisierung sämtlicher Vertriebs- und Vermarktungsbereiche durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützen.

Gefördert werden aktivierungspflichtige Neuinvestitionen sowie damit in Zusammenhang stehende Leistungen externer Anbieter (z.B. Programmiertätigkeiten, Softwarelizenzen, Dienstleistungsgesamtpakete)

Das Ziel der Förderung ist die Einführung und den Ausbau von Online-Shops zu unterstützen, der Aufbau der professionellen Internetpräsenz zur Vermarktung und Vertrieb, die Optimierung von Onlineshops im Hinblick auf M-Commerce (Mobile Commerce) sowie Investitionen bzw. externe Leistungen in IT-Security bzw. Schutz vor Cyberattacken bei E-Commerce-Lösungen.

Die förderbaren Kosten dürfen einen Betrag von 3.000 Euro nicht unterschreiten und einen Betrag von 60.000 Euro nicht überschreiten. Gefördert werden maximal 20 Prozent der förderbaren Kosten, somit beträgt der Zuschuss maximal 12.000 Euro. Der nicht rückzahlbare Zuschuss wird als Einmalbetrag nach Abschluss des Projektes ausbezahlt.

Die Steuerberater von LBG haben die wichtigsten 4 Punkte des neuen KMU-Förderprogramm [„KMU.E-Commerce“] zusammengefasst.

1. Antragsberechtigte Unternehmen


  • natürliche Personen, juristische Personen sowie Personengesellschaften, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung
  • ein gewerbliches Unternehmen rechtmäßig selbständig betreiben oder einen verkammerten oder nicht verkammerten Freien Beruf selbständig ausüben und somit über eine Kennzahl des Unternehmensregisters (KUR) verfügen,
  • ein KMU sind und
  • über einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügen.

2. Antragsberechtigte Branchen


Antragsberechtigt sind alle Branchen, ausgenommen:

  • Land- und Forstwirtschaft (=Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse), Fischerei und Aquakultur
  • Unternehmen, deren Kerngeschäft ausschließlich auf digitalen Geschäftsmodellen besteht
  • Gemeinnützige Vereine
  • Gebietskörperschaften

3. Ausgeschlossen von einer Förderung sind unter anderem


  • Projekte, deren förderbare Gesamtkosten den Betrag von 60.000 Euro übersteigen und 3.000 Euro (jeweils exklusive USt) unterschreiten
  • Kosten, die bereits im Rahmen von anderen Förderprogrammen gefördert wurden
  • Kosten bzw. Rechnungen, die vor Antragstellung angefallen sind oder gelegt wurden
  • Kosten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem E-Commerce-Projekt gemäß der „KMU.E-Commerce“-Zielsetzung 3 stehen
  • Ersatzinvestitionen ohne technische Weiterentwicklungen (z. B. bloßer Austausch von PCs, Tablets oder Smartphones, Standard-Upgrades)
  • Aktualisierungen von Webseiten, die lediglich den Content bzw. das Design einer Webseite betreffen
  • Kosten für Search Engine Advertising (Suchmaschinenwerbung) und Mitgliedsbeiträge für Vetriebs- und Buchhaltungsplattformen
  • Investitionen mit Investitionsstandort außerhalb Österreichs
  • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z. B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten)
  • Finanzierungskosten
  • aktivierte Eigenleistungen
  • laufende Betriebskosten (z. B. Personalkosten). Hiervon sind Lizenzgebühren ausgenommen, die neu angeschaffte und eingesetzte Softwareprodukte betreffen.
  • Beratungskosten
  • Kosten die aus Kleinstbetragsrechnungen unter EUR 150,– (exklusive Umsatzsteuer) resultieren (Ausnahme: monatliche laufende Ausgaben für Leistungen externer Anbieter für die Förderlaufzeit von max. 12 Monaten

4. Antrag, Auswahl und Entscheidung


  • Förderungsansuchen für das Programm können zwischen 19.03.2021 und 31.10.2021 (bzw. bis zu einer früheren Ausschöpfung der budgetären Mittel) digital im Fördermanager der aws eingereicht werden.
  • Einzubringen sind eine Kostenaufstellung sowie eine Darstellung des Projektes zur Ausgangsituation, Zielsetzung und Ergebnis.
  • Die aws übermittelt eine Empfangsbestätigung, analysiert und informiert laut eigenen Angaben innerhalb von ein bis sieben Tagen über die Entscheidung.


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