Motorbezogene Kfz-Steuer: monatliche Zahlung kostet Millionen

Motorbezogene Kfz-Steuer: monatliche Zahlung kostet Millionen

Die Finanz nimmt mit dem Aufschlag für die monatliche Begleichung der motorbezogenen Versicherungssteuer jährlich rund 130 Millionen Euro ein.

Denn wer seine Autoversicherungsprämie und damit auch die motorbezogene Versicherungssteuer in Östererich nicht jährlich sondern monatlich bezahle, wird vom Fiskus kräftig zur Kasse gebeten, kritisiert Reinhold Baudisch, Geschäftsführer der Online-Vergleichsplattform Durchblicker.at. Der Zuschlag für diese Zahlungsweise liegt demzufolge bei bis zu zehn Prozent. Die Finanz hat dadurch rund 130 Millionen Euro zusätzlich eingenommen.

„Dieser Zinswucher ist gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase mit nichts begründbar, außer damit, dass er den meisten Steuerzahlern nicht bewusst und für den Finanzminister ein willkommenes Körberlgeld ist. Viele Autofahrer sind sich nicht einmal im Klaren, dass sie mit der Versicherungsprämie auch Kfz-Steuer zahlen. Noch intransparenter ist da erst recht der Unterjährigkeitszuschlag", kritisiert Baudisch.

Das Online-Vergleichsportal hat die über das eigene Portal abgeschlossenen Versicherungen auf Österreich hochgerechnet. Rund 60 Prozent aller Klienten habem sich für die monatliche Zahlungsweise entschieden und somit einen Unterjährigkeitszuschlag in Kauf genommen. Während das für die Versicherungsprämie keinen Unterschied macht, steigt die Steuer durch diese Zahlungsweise deutlich an.

Wer beispielsweise einen VW Golf mit 131 PS anmeldet, zahlt jährlich 538,56 Euro motorbezogene Versicherungssteuer. Bei monatlicher Zahlungsweise sind hingegen 49,37 Euro fällig, was aufs Jahr gerechnet immerhin rund 54 Euro zusätzliche Steuerbelastung bedeutet.

Ruf nach Gesetzeskorrektur

Das Unternehmen ruft nun nach einer Reform der Kfz-Steuer und verlangt eine rasche Gesetzeskorrektur. „Der neue Finanzminister kennt das Problem aus seiner früheren Tätigkeit in der Versicherungsbranche sicher sehr gut. Wenn es die neue Regierung ernst meint damit, dass sie Abgaben vereinfachen und Schikanen für Autofahrer beseitigen will, sollte sie die Kfz-Steuer schleunigst korrigieren“, so Baudisch.

Das Online-Portal bietet einen Rechner an, mit dem Konsumenten den Anteil der motorbezogenen Versicherungssteuer bei monatlicher und jährlicher Zahlungsweise herausfinden können (siehe unten).

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