Liquide in der Krise: Die wichtigsten Tipps für Firmen

Ob eine Firma die Krise übersteht, hängt mehr den je von einer guten Liquiditätsplanung ab. Die wichtigsten Tipps damit Firmen nicht plötzlich der Liquiditätsfaden reißt und das Konkursrisiko abgewendet wird.

Liquide in der Krise: Die wichtigsten Tipps für Firmen

Der Liquiditätsfaden droht bei manchen Firmen binnen kürzester Zeit zu reißen. Das richtige Cashmanagement ist das Um und Auf, um das und damit eine Pleite, zu verhindern.

Die Regierung scheut derzeit keine Kosten, wenn es darum geht Unternehmen zu helfen. Zahlreiche Hilfspakete für die heimische Wirtschaft wurden beschlossen. „Noch ist aber nicht klar, welche Einnahmenausfälle tatsächlich abgegolten und wann Zahlungen erfolgen werden“, schränkt Sebastian Haupt, Steuerexperte der TPA ein.

Umso wichtiger ist es für Unternehmen, die von der Krise betroffen sind, ihre Umsatz- und Gewinnprognosen an die Realität anzupassen und sicher zu stellen, auch kurzfristig liquide zu bleiben. Das Hauptaugenmerk der Firmen sollte daher sein, den Ist-Zustand zu analysieren, also alle Ausgaben- und Einnahmen zu prüfen und die Liquiditätsplanung den neuen Umständen anzupassen.

Auch wenn die Regierung viele Notmaßnahmen angekündigt hat und vielen Firmen finanziell unter die Arme gegriffen wird, warnt TPA-Experte Haupt: „Die Rettungsschirme sind zwar in Vorbereitung, aber für manche könnten Sie zu spät kommen.“ Die Unternehmen – vom EPU bis zum Großunternehmen – sollten daher sofort ihre Umsatz- und Gewinnprognosen revidieren. Eine besondere Schwierigkeit ist dabei, die kurzfristige Liquidität aufrecht zu erhalten“, weiß Steuerexperte und TPA-Partner Sebastian Haupt.

Was können krisengeschüttelte Unternehmen tun?

„Gerade in einer so schwierigen Situation kann eine gute Analyse der Ausgaben und Einnahmen wesentlich dazu beitragen, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern“, weiß Steuerexperte Haupt.

Die Kernpunkte der Ein- und Ausgaben-Analyse:

  • Die Analyse sollte rasch erfolgen
  • Pläne für Umsatz und Gewinn müssen angepasst werden
  • Wie hoch ist die Liquidität aktuelle und welche Liquiditätspuffer können kurzfristig eingesetzt werden.
  • Aufstellung des Auftragsbestandes, Standes der Bestellungen und Stand der gebuchten Dienstleistungen
  • Prüfen der Lieferketten. Besteht das Risiko, dass die Aufträge nicht umgesetzt werden können, weil Lieferanten ausfallen?
  • Prüfen Sie die offenen Ausgangsrechnungen und fordern Sie gegebenenfalls bei Außenständen ihre Geschäftspartner aktiv auf zu zahlen.
  • Klären Sie, ob die Personalressourcen für die nächsten Wochen gesichert sind. Stellen Sie detaillierte Überlegungen an, wer in Kurzarbeit geht, und wer nicht. Wie wirkt sich Kurzarbeit auf den Personalaufwand und damit auf die Liquidität aus?
  • Überprüfen Sie die eigenen Verbindlichkeiten: Bei welchen Unternehmen soll man um Stundung der Zahlungen bitten? Welcher Lieferant könnte einem entgegenkommen? Welche Zahlungen gegenüber Behörden kann man aussetzen, stunden oder reduzieren?
  • Welche geplanten Investitionen kann man hinausschieben?
  • Kann man Mieten von Geschäftslokalen stunden, in Raten zahlen oder teilweise vorübergehend gänzlich aussetzen?
  • Gibt es aussehende Gutschriften von Behörden wie für Forschungsprämien oder für Rückzahlungen von Steuervorauszahlungen?
  • Gibt es Möglichkeiten, Konditionen für laufende Finanzierungen zu optimieren und mit der Bank verhandeln, um die Zinsen zu senken oder ob die Raten gestundet werden.
  • Prüfen Sie, welche Maßnahmen aus den Hilfspaketen der Regierung, geltend gemacht werden können.

Gerade in einer so entscheidenden Situation kann es nützlich sein, externe Profis heranzuziehen. Wirtschaftsberater und Steuerexperte Haupt: „Wir können Unternehmen rasch einen detaillierten Überblick über ihre neue finanzielle Situation geben und Möglichkeiten, um Cash freizumachen, aufzeigen.“

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