Kurzarbeitsbeihilfe III – diese neuen Zuschüsse gelten

Für welche Unternehmen die Beihilfen für Kurzarbeit gelten, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wie hoch die Unterstützung ist und welche Fristen für die Anträge gelten.

Thema: Steuertipps
Kurzarbeitsbeihilfe III – diese neuen Zuschüsse gelten

Um Arbeitslosigkeit zu verhindern, hat die Regierung die Kurzarbeit geschaffen und so die finanziellen Folgen von Covid-19 für die Unternehmen abzumildern. Das nunmehr dritte Beihilfemodell für Kurzarbeit beinhaltet verschiedene gesetzliche Parameter ausgearbeitet. Die TPA Steuerberatung hat dazu die relevanten Informationen kurz und übersichtlich zusammengefasst.

Die Voraussetzungen:
- Wenn ein Betrieb aufgrund der Pandemie vorübergehend von wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen ist, können die betroffenen Arbeitnehmer und Lehrlinge in Kurzarbeit gehen.
- Kurzarbeit kann beantragt werden, wenn es eine rechtsgültige Covid-19-Vereinbarung mit den Sozialpartnern gibt.
- Es durch die Pandemie zu einem Ausfall der Arbeitszeit kommt.

Kurzarbeit kann für alle Mitarbeiter oder auch nur für einen Teil abgeschlossen werden. Die Arbeitszeit innerhalb der Belegschaft kann unterschiedlich stark reduziert werden. Vereinbart wird Kurzarbeit immer zwischen dem Betrieb und dem Betriebsrat. Gibt es kein Betriebsrat, schließt der Betrieb die Vereinbarung direkt mit den einzelnen Mitarbeitern ab.

Das Kurzarbeitsmodell im Detail:
Wird Kurzarbeit in Anspruch genommen, muss ein Dienstnehmer arbeiten mindestens 30 Prozent und maximal 70 Prozent der Normalarbeitszeit und erhält je nach Arbeitszeit 80 Prozent, 85 Prozent oder 90 Prozent des Nettoentgelts, das er vor der Kurzarbeit bekommen hat. Betriebe können die Arbeitsleistung der Mitarbeiter während der Kurzarbeit flexibel an die jeweils aktuellen Bedürfnisse anpassen. Denn die herabgesetzte Arbeitszeit gilt nicht pro Arbeitstag, sondern in einem Durchrechnungszeitraum von drei Monaten.

Welche Kosten dem Arbeitgeber ersetzt werden
Das Arbeitsmarktservice (AMS) ersetzt dem Arbeitgeber die Mehrkosten, die durch die Kurzarbeit entstehen, in Form einer Kurzarbeitszeitunterstützung. Diese ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem zu leistenden Mindestbruttoentgelt und dem Bruttoentgelt für die geleistete Arbeitszeit. Zusätzlich beinhaltet die Kurzarbeitsbeihilfe noch die anteiligen Sonderzahlungen samt Lohnnebenkosten und sowie die höheren Beiträge zur Sozialversicherung.

Höhe der Unterstützung:
- abhängig vom Ausmaß der Beschäftigung und dem Bruttobezug
- Maximal werden rund 4.300 Euro pro Monat bei einer Arbeitszeit von 30 Prozent zur Normalarbeitszeit rückerstattet und einem Bruttobezug von rund 5.300 Euro. Die Kurzarbeit muss Arbeitgebern vorfinanziert werden, denn mit dem AMS abgerechnet wird erst, wenn ein Kurzarbeitsmonat abgeschlossen ist und die tatsächlich gearbeiteten Stunden aufgelistet werden. Das AMS stellt hierfür entsprechende Listenvorlagen zur Verfügung.

Frist für Anträge
Die Antragsfrist für einzelne Monate bis 31. März 2021 ist laufend. Anträge auf Kurzarbeit müssen stets vor Beginn des Kurzarbeitszeitraumes gestellt werden. Ausnahme: Oktober 2020.

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