In diesen EU-Ländern gibt es bis 1.000 Euro mehr netto vom Bruttolohn

In diesen EU-Ländern gibt es bis 1.000 Euro mehr netto vom Bruttolohn

In Irland müsste man leben! Dort bleiben Durchschnittsverdienern im Schnitt 1.000 Euro mehr Lohn als in Österreich.

Seit August arbeitet der Durchschnittsösterreicher nicht mehr für den Staat. Erst ab diesem Zeitpunkt ginge theoretisch das Bruttogehalt in die eigene Tasche. Doch in vielen Ländern Europas beginnt dieser sogenannte "Tax Fredom Day" wesentlich früher. Wo jedes Monat für das gleiche Einkommen am Lohnzettel bis zu netto 1.000 Euro mehr übrig bleiben.

Dass von seinem Bruttolohn monatlich hohe Summen an den Staat überwiesen werden, ist bekannt. Doch wie extrem unterschiedlich die steuerliche Belastung der Bürger in den EU-Ländern ist, erstaunt dann doch. Am meisten bleibt den Iren. Unter der Annahme, dass die Arbeitsleistung der Österreicher so belastet wäre wie die der Iren, könnten sie sich monatlich über fast 1.000 Euro netto mehr freuen. Das Think Thank Agenda Austria hat mit Daten der OECD die Lohndifferenz der österreichischen Durchschnittsverdiener (rund 46.000 Euro Jahresbruttogehalt für ganzjährig Vollzeitbeschäftigte) berechnet.

Im OECD-Schnitt bleiben im Schnitt 400 Euro mehr netto vom brutto

In Irland bleibt den Arbeitnehmern zwar am meisten Geld am Ende des Monats am Lohnzettel übrig, aber auch in vielen anderen Ländern Europas, haben die Menschen in monetärer Hinsicht mehr von ihrer Arbeitsleistung. Den Briten bleiben über 800 Euro mehr am Lohnzettel als den Österreichern, bei den Schweizern sind es rund 500 Euro und selbst im OECD-Schnitt bleiben den Arbeitnehmern aufgrund geringerer Steuerabzüge mehr als 400 Euro im Monat zum Leben als werktätigen Österreichern.

Selbst in traditionellen Wohlfahrtsstaaten wie Schweden oder Dänemark ist die Abgabenbelastung auf Arbeit deutlich geringer. So hätte der österreichische Durchschnittsverdiener im schwedischen System über 200 Euro und im dänischen sogar 500 Euro mehr im Monat zur Verfügung.
Doch es könnte Österreicher aber auch noch härter treffen. Die Deutschen, die Holländer und die Belgier müssen noch mehr Geld an den Staat abliefern. Belgiern wird sogar um rund 300 Euro mehr von ihrem Lohn abgezogen als Österreichern.

Steuerparadadies Irland und Großbritannien: Nicht für Reiche, sondern auch für Durchschnittsverdiener. So zahlen Iren im Schnitt um bis zu 1.000 Euro weniger Steuern als Österreicher.

Zwar steht dem Staat in Österreich dadurch etwa mehr Geld für Infrastruktur und Sozialleistungen zur Verfügung, aber die hohen Einnahmen haben auch einen negativen Nebeneffekt. Hohe steuerliche Belastung der Arbeit hemmen das Wachstum. „Die Entstehung neuer Jobs wird erschwert und die Arbeitnehmer haben weniger Geld zur Verfügung. Das wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Darüber hinaus sinkt der Anreiz, einer Beschäftigung nachzugehen", so Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera.

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