Großkonzerne: Austausch von Steuerdaten in der EU fix

Die EU setzt damit Initiative der OECD um. Die EU-Finanzminister sind sich einig. Der formelle Beschluss der EU-Staaten soll bis Juni folgen. Ab welchem Umsatz Firmen unter diese Regelungen fallen, wann die Regelung greifen soll und inwieweit Tochterunternehmen betroffen sind.

Großkonzerne: Austausch von Steuerdaten in der EU fix

Die EU-Finanzminister haben sich im Grundsatz auf den Austausch von Steuerdaten internationaler Großkonzerne geeinigt. Unternehmen sollen der am Dienstag in Brüssel getroffenen Vereinbarung zufolge ihre Umsätze, Gewinne und gezahlten Steuern in allen EU-Staaten gegenüber den Finanzämtern offenlegen.
Die EU setzt damit die sogenannte BEPS-Initiative der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) um und will vor allem erreichen, dass Steuern in jenem Land gezahlt werden, in dem ein Konzern seine Gewinne erwirtschaftet. Ein formeller Beschluss der EU-Staaten soll bis Juni folgen.

Unklar war zuletzt noch, ob in der EU ansässige Tochterfirmen auch alle relevanten Informationen über ihre Muttergesellschaften im nicht-europäischen Ausland offenlegen müssen. Der nun erzielte Kompromiss sieht laut dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble vor, dass eine solche Verpflichtung erst 2017 greifen soll, wenn auch andere Länder wie die USA die Vorgaben von OECD und G-20 anwenden. Dadurch soll ein zu großer bürokratischer Aufwand für Tochtergesellschaften vermieden werden.

Schwellenwert viel zu niedrig


"Wenn die Mutter berichtet, kann die Tochter schweigen. Das ist das Schöne", fasste Schäuble das Ergebnis zusammen. Es bleibe aber noch über die BEPS-Initiative hinaus viel zu tun im Kampf gegen Steuervermeidung. Der Europa-Abgeordnete Fabio De Masi von den Linken kritisierte die angestrebten Schwellenwerte in der EU als zu niedrig: "Eine Berichtspflicht erst ab 750 Mio. Euro Umsatz löchert die Regelung unnötig aus."

Steuerreform: Kritikpunkte in der Begutachtung

In der Begutachtungsfrist wurden rund 200 Kritiken an der geplanten …

Dienstfahrräder für Mitarbeiter: steuerfrei und günstig

Steuertipp zum Jahresende: Unternehmen können ihren Mitarbeitern …

Personalkosten: Österreich und Osteuropa im Vergleich

Experten der TPA Steuerberatung haben mit Kienbaum Personalberatung einen …

Ausgleichsbonus & Verlustersatz & Co: Die neuen Corona-Hilfen

Neuerlicher Lockdown - in welchen Fällen Unternehmen Anspruch auf den …