GmbH: Wann Geschäftsführern Steuernachzahlungen drohen

Geschäftsführer einer GmbH unterliegen bei der Höhe des Gehalts zwar meist keinem Kollektivvertrag, doch in bestimmten Fällen kann der Fiskus dennoch auf eine Steuernachzahlung pochen. Gottfried Sulz, Steuerberater von TPA sagt, warum das so ist.

Thema: Steuertipps
GmbH: Wann Geschäftsführern Steuernachzahlungen drohen

Der Geschäftsführer einer GmbH unterliegt häufig keinem Kollektivvertrag. Einen gesetzlich geregelten Mindestbezug gibt es daher nicht. Die Höhe des Gehalts wird zwischen dem Geschäftsführer und der Generalversammlung der GmbH vertraglich, am besten schriftlich und fremdüblich, also in einer üblichen Höhe, vereinbart.

Privatentnahmen werden beim Jahresgewinn nicht berücksichtigt
Ein Einzelunternehmer kann sich zwar regelmäßig Bezüge zur Deckung seiner privaten Lebenshaltungskosten auszahlen oder auf sein Privatkonto überweisen, ein solcher Bezug gilt rechtlich aber als Privatentnahme und wird steuerlich nicht dem Dienstverhältnis zugerechnet und bleibt damit bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Jahresgewinns unberücksichtigt.

Laufende Entnahmen und niedriges Gehalt machen Finanz misstrauisch
Bei eigentümergeführten Unternehmen besteht das Risiko, dass ein unüblich niedriges Gehalt in Verbindung mit monatlich fixen Entnahmen aus der GmbH vom Fiskus nicht anerkannt wird. Mag. Gottfried Maria Sulz, Steuerberater von TPA: „In diesem Fall werden bei einem lohnsteuerpflichtigen Geschäftsführer die laufenden Entnahmen vom Verrechnungskonto als Gehaltsbestandteil gewertet und der Lohnsteuer, den Lohnnebenkosten sowie der Sozialversicherung unterzogen.“

Fremdübliches Gehalt sollte sich am Zeitaufwand orientieren
Ist das Gehalt fremdüblich gestaltet, sollte sich dieser insbesondere am Zeiteinsatz des Geschäftsführers und an den Bezügen der anderen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter/Führungskräfte orientieren, wobei ein gewisser Zuschlag und eine angemessene Prämie möglich sind. „Dann sind bei einer Prüfung keine steuerlichen Risiken zu erwarten“, erläutert TPA-Steuerberater Sulz.

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