Gewinnfreibetrag: So sparen Sie bis zu 22.680 Euro Steuern

Gewinnfreibetrag: So sparen Sie bis zu 22.680 Euro Steuern

Selbstständige und Gewerbetreibende können ein Teil ihres Gewinnes von der Steuer absetzen. Heuer ist eine wichtige Beschränkung gefallen und macht den Gewinnfreibetrag so wieder interessant.

Selbstständige, Gewerbetreibende und Landwirte können aufatmen. Die Beschränkung Teile ihres Gewinns steuerfrei ausschließlich in Wohnbauanleihen investieren zu dürfen, hat ein Ende. Waren durch diese engen Grenzen nicht nur die Auswahl extrem limitiert, diese Wertpapiere wurden oft auch zu hohen Preisen und geringen jährlichen Zinszahlungen gehandelt. "Diese Einschränkung ist für die Veranlagung 2017 gefallen", so Steuerexpertin Monika Seywald von TPA.

Von Immos bis zu Firmenanleihen

Nun dürfen Unternehmer, die einen entsprechenden Gewinnfreibetrag geltend machen können, wieder in andere Wertpapiere investiert werden. Dabei handelt es sich laut jüngstem Gesetz um Wertpapiere, die auch zur Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen, wie etwa Bundesanleihen, Bankschuldverschreibungen, Industrieobligationen, Options- und Umtauschanleihen, bestimmte Investment- und Immobilienfonds und Garantiezertifikate.

Bis zu 30.000 Euro automatisch steuerfrei

Insgesamt dürfen, wie bereits bisher, bis zu 13 Prozent des steuerlichen Gewinnes steuerfrei veranlagt werden. Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro sind automatisch und ohne jede weitere Voraussetzung 13 Prozent des Gewinnes steuerfrei. Übersteigt der Gewinn diesen Betrag, müssen im Jahr 2017 Investitionen in begünstige Wirtschaftsgüter getätigt werden, um vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zu profitieren. Seywald: "Bei Personengesellschaften gilt der Grundfreibetrag pro Gesellschaft nur einmal und nicht pro Gesellschafter."

Der Gewinnfreibetrag ist wie folgt gestaffelt:
• 13 Prozent bis zu einem Gewinn von 175.000 Euro
• 7 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 175.000 und 350.000 Euro
• 4,5 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 350.000 und 580.000 Euro

Maximale Steuerersparnis bis zu rund 22.680 Euro

Ergibt einen maximaler Gewinnfreibetrag in Höhe von 45.350 Euro und eine maximale Steuerersparnis von 22.675 Euro. Hinweis: Erfolgt die Ermittlung des Gewinne durch Betriebsausgabenpauschale steht den betreffenden Unternehmen nur der Grundfreibetrag zu . TPA Expertin Seywald: "Bei einem Steuersatz von 50 Prozent ist die Investition wirtschaftlich zur Gänze durch die Steuerersparnis gedeckt."

Begünstigte Wirtschaftsgüter:

• Abnutzbare, körperliche Wirtschaftsgüter - die wichtigsten Ausnahmen sind:
o PKW (ausgenommen Fahrschulfahrzeuge und Taxis)
o Geringwertige Wirtschaftsgüter
o Gebrauchte Wirtschaftsgüter
o Nutzungsdauer, die geringer als vier Jahre ist
• Begünstigte Wertpapiere.

Um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag ausnutzen zu können, müssen Einnahmen-Ausgaben-Rechner und Bilanzierer die entsprechenden Investitionen bis zum 31. Dezember 2017 getätigt haben. Um den Investitionsfreibetrag geltend zu machen, müssen Wertpapiere bis zum 31. Dezember am Wertpapierdepot gebucht sein und dort mindestens vier Jahre verbleiben. Seywald: "Wertpapierorder sollten daher zeitgerecht unter Berücksichtigung der Feiertage vor dem Jahreswechsel getätigt werden."

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