Geringfügig verdienen: Die Regeln für 2018

Geringfügig verdienen: Die Regeln für 2018

Der Staat legt jedes Jahr für geringfügig Beschäftigte eine bestimmte Verdienstgrenze fest. Im Jahr 2018 liegt diese bei 438,05 Euro. Die Rechte und Pflichten der geringfügig Beschäftigten.

Wie jedes Jahr, wird auch im Jahr 2018 die Geringfügigkeitsgrenze neu festgelegt und damit auch angehoben. Ab dem 1. Jänner 2018 beträgt diese dann 438,05 Euro im Monat. Im Jahr 2017 lag sie noch bei 425,70 Euro

Schon mit Jahresbeginn 2017 wurde die tägliche Geringfügigkeitsgrenze aufgehoben. Für die Beurteilung, ob ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt oder nicht, ist seither nur mehr die monatliche Geringfügigkeitsgrenze entscheidend. Ein Beschäftigungsverhältnis, das weniger als einen Monat dauert unterliegt der Teilversicherung in der Unfallversicherung, wenn das daraus bezogene Entgelt die monatliche Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet.

Für geringfügig Beschäftigte gelten – bei geringem Stundenausmaß mit Ausnahme der Kündigungsregelung im Angestelltengesetz – die selben arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie für alle übrigen Arbeitnehmer. So haben geringfügig Beschäftigte beispielsweise auch Anspruch auf Urlaub, auf Pflegefreistellung und Abfertigung unter den selben Voraussetzungen wie allen übrigen Dienstnehmer.

Den geringfügig Beschäftigten wird eine freiwillige Kranken- und Pensionsversicherung empfohlen. Den Antrag auf diese Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung müssen sie beim zuständigen Krankenversicherungsträger selbst stellen. Der begünstigte Beitrag muss monatlich eingezahlt werden.

Wer mehrere geringfügige Beschäftigungen ausübt, die in Summe die 2018 monatliche Geringfügigkeitsgrenze von 438,05 Euro übersteigen, ist auch in der Kranken- und Pensionsversicherung pflichtversichert und hat vom gesamten Entgelt Beiträge zu entrichten. Somit entsteht für die geringfügig Beschäftigten in diesem Fall Anspruch auf Leistungen der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.

Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze

  • werden bestimmte Sozialleistungen, wie das Arbeitslosengeld, gestrichen
  • bedeutet das einen sogenannten pensionsschädlichen Zuverdienst. Der führt, zumindest teilweise, zum Verlust der Pension und zur Rückzahlung der für diesen Zeitraum erhaltenen Pension
  • verlieren die Betroffenen das Weiterbildungsgeld während der Bildungskarenz
  • ist unter Umständen ist auch der Kündigungs- und Entlassungsschutz im Falle einer Elternkarenz weg
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