Frist für Meldepflicht Externer rückt näher

Frist für Meldepflicht Externer rückt näher

Unternehmen, die freie Dienstnehmer oder Vortragende beschäftigen, die mehr als 900 Euro im Jahr gekostet haben, sind zur Meldung bei Finanz verpflichtet.

Unternehmen müssen die Jahreseinkünfte bestimmter Gruppen von Selbstständigen bis Ende Februar bei der Finanz melden, sonst drohen saftige Strafen. Auch Unternehmen, die 2017 Honorare ins Ausland gezahlt haben und Schwerarbeiter beschäftigen, sind zu Meldungen bis zu einem Stichtag verpflichtet.

Bei Unternehmen flattern im Frühjahr manchmal unerwartet Zahlungsaufforderungen der Finanz ins Haus. Das kann passieren, wenn die Höhe der Jahreseinkünfte bestimmter Gruppen von Selbstständigen, die für das Unternehmen, tätig waren, nicht bis zum 28. Februar gemeldet wird. Die Frist zu versäumen ist teuer: Der Fiskus kann eine Strafe von bis zu 5.000 Euro festsetzen.

Wann Unternehmen zur Meldung verpflichtet sind

Unternehmer sind verpflichtet für Personen Daten der Finanz zu übermitteln, soweit diese die folgenden Leistungen außerhalb eines Dienstverhältnisses erbracht haben:

  • als Mitglied des Aufsichtsrates,
  • als Stiftungsvorstand
  • als Versicherungsvertreter
  • als Vortragender, Lehrender und Unterrichtender,
  • als Kolporteur und Zeitungszusteller,
  • als Privatgeschäftsvermittler,
  • als Funktionär von öffentlich rechtlichen Körperschaften
  • sonstige Leistungen, die im Rahmen eines freien Dienstvertrages erbracht werden

900 Euro-Grenze

Die Meldung für das Jahr 2017 muss in elektronischer Form erfolgen. Die Frist für die Übermittlung in schriftlicher Form ist bereits Ende Jänner abgelaufen. Keine Meldung ist allerdings notwendig, wenn im vorangegangenen Kalenderjahr die Einnahmen, inklusive Reisekostenersätze, nicht mehr als 900 Euro betragen haben und die Einnahmen für jede einzelne Leistung im Vorjahr nicht mehr als 450 Euro ausgemacht haben.

Unternehmen müssen bestimmte Zahlungen ins Ausland der Finanz melden

Auch Unternehmer, die für bestimmte Leistungen Zahlungen ins Ausland getätigt haben, sind verpflichtet diese an das Finanzamt zu übermitteln, das für die Erhebung der Umsatzsteuer zuständige ist. Die Mitteilungspflicht betrifft Zahlungen ins Ausland,

  • für Leistungen aus selbstständigen Tätigkeiten wie Einkünfte eines Rechtsanwalts, Unternehmensberaters oder Geschäftsführers, wenn sie im Inland ausgeübt werden,
  • für Vermittlungstätigkeiten, die von einem Steuerpflichtigen erbracht werden oder sich auf das Inland beziehen oder
  • für kaufmännische oder technische Beratung im Inland.

Die Mitteilung für das Jahr 2017 muss ebenfalls bis Ende Februar 2018 an das zuständige Finanzamt erfolgen. Die Meldepflicht entfällt, wenn die Zahlungen an ein und denselben Leistungserbringer ins Ausland den Betrag von 100.000 Euro nicht überschreiten.

Meldungen bei Schwerarbeit

Dienstgeber, deren Mitarbeiter Schwerarbeitstätigkeiten verrichten, sind ebenfalls dazu verpflichtet bestimmte Daten im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit an die Krankenversicherung zu übermitteln. In manchen Fällen, wie etwa für geringfügig Beschäftigte, sind keine Meldungen nötig. Ob und inwieweit eine Meldeverpflichtung besteht, hängt vom Einzelfall ab.

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