Einkommenssteuer: So versäumen Sie keine Frist mehr

Einkommenssteuer: So versäumen Sie keine Frist mehr

Wer die Frist zur Vorauszahlung der Einkommenssteuer versäumt, muss einen Säumniszuschlag zahlen.

Seit kurzem können Selbstständige die Vorauszahlung der Einkommenssteuer auch per Lastschrift-Verfahren durchführen und so Säumniszuschläge vermeiden.

Wer die Fristen versäumt, zu der der Staat sein Geld sehen will, dem sind Aufschläge gewiss. Selbst wenn es sich nur um die Vorauszahlung auf das geschätzte Einkommen während des laufenden Jahres, also Vorab-Zahlungen auf die voraussichtliche Höhe der Einkommensteuer des jeweiligen Jahres handelt.

Säumniszuschläge: Die Eskalationsstufen der Finanz
Zu leisten sind diese Zahlungen einmal pro Quartal, jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und am 15. November. Wer nicht spätestens am jeweiligen Fälligkeitstag das Geld überweist, muss einem Säumniszuschlag in Höhe von zwei Prozent der geschuldeten Summe leisten. Doch es kann noch teuer werden: Wird die Vorauszahlung nicht spätestens drei Monate nach der Frist gezahlt, wird ein zweiter Säumniszuschlag fällig. Wird dieser auch dann noch nicht beglichen, wird man von der Finanz aufgefordert einen dritten Säumniszuschlag zu zahlen. Sowohl der zweite als auch der dritte Säumniszuschlag betragen jeweils ein Prozent des Abgabenbetrages, der am Stichtag zu zahlen gewesen wäre.

Automatisierte Zahlungen sind praktischer für die Steuerzahler

Steuer wie Geld für Telefon- oder Stromrechnung abbuchen lassen
Für alle, die hin und wieder eine Frist verpassen und sich anschließend über Zuschläge ärgern gibt es seit dem 1. Juli 2019 eine erhebliche Erleichterung. Seither ist es möglich die Vorauszahlungen mittels Lastschriftmandat zu entrichten. "Solche automatisierte Vorauszahlung sind praktischer für die Steuerzahler", begründet denn auch Johannes Pasquali, Sprecher des Finanzministeriums die neue Möglichkeit für Steuerzahler, die bisher bereits 5.000 Mal in Anspruch genommen wurde.

Die Frist zu versäumen ist so nicht mehr möglich. Das Geld wird wie bei der Telefonrechnung oder dem Strom einfach abgebucht, wenn dazu zuvor die Zustimmung erteilt wurde. Diese Zahlungsform, zieht nun auch bei der zwischen Finanzverwaltung und Steuerzahler ein – zumindest was die quartalsweise Vorauszahlung betrifft.

Welches Formular notwendig ist
Das dazugehörige Formular findet sich auf der Homepage des Finanzministeriums unter der Rubrik Formulare, mit der Bezeichnung SEPA 1 – Lastschriftmandat.

Die Voraussetzungen
Um jedoch der Finanz überhaupt ein solches Mandat geben zu können, die quartalsweisen Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer vom eigenen Konto abbuchen zu dürfen, hat das Finanzministerium bestimmte Voraussetzungen festgelegt:
- Das Abgabenkonto darf keinen Rückstand aufweisen.
- Es darf kein Antrag auf Zahlungserleichterung geben und es darf
- kein Antrag auf Stundung der Abgaben eingebracht worden sein.
- Es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet worden sein.

Wann das Mandat seine Gültigkeit verliert
Trifft einer dieser Punkte auch zu einem späteren Zeitpunkt zu, verliert das Lastschriftmandat seine Gültigkeit. Auch wenn das Konto nicht gedeckt ist, verliert das SEPA-Mandat seine Gültigkeit.

Ab wann ein Lastschriftverfahren gültig ist
Gültig wird der Lastschriften-Auftrag erst, wenn das zuständige Finanzministerium den jeweiligen Steuerzahler, nach dessen Anfrage, über die Genehmigung informiert hat.

Zu viel bezahlt: Das darf der Finanzbeamte mit dem Geld machen
Kommt es zu einer Überschneidung von einem selbst überwiesenen Betrag und der Abbuchung durch das Lastschriftverfahren, darf der Betrag vom zuständigen Finanzbeamten auch zur Begleichung anderer Abgaben verwendet werden.

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