Betrug bei Körperschaftssteuer geht in die Milliarden

Valdis Dombrovskis, EU-Vizepräsident der Kommission, kämpft gegen Betrügereien mit der Körperschaftssteuer.

Valdis Dombrovskis, EU-Vizepräsident der Kommission, kämpft gegen Betrügereien mit der Körperschaftssteuer.

Die EU-Kommission schlägt Alarm. Durch Steuerumgehungen bei der Körperschaftssteuer gehen der EU jährlich Milliarden durch die Lappen. Neue Pläne für das Anti-Steuerbetrugspaket sollen am Donnerstag präsentiert werden.

Durch Steuerumgehungen komme es in der Europäischen Union bei der Körperschaftssteuer (KöSt) allein jährlich zu Verlusten von 50 bis 70 Milliarden Euro, erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Mittwoch in Brüssel. "Das ist fünf Mal so viel wie die EU zur Bekämpfung der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 zur Verfügung stellt".

Es gingen "erhebliche Beiträge verloren", so Dombrovskis. Wenn es gelinge, die von der OECD entwickelten Normen rasch umzusetzen, könne die Steuerumgehung verhindert werden. Es dürfe zu keiner Gewinnverlagerung und Aushöhlung der Steuerbemessungsgrundlage mehr kommen.

EU-Wirtschafts- und Steuerkommissar Pierre Moscovici wird Donnerstagvormittag seine Pläne für ein Anti-Steuerbetrugspaket vorstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Körperschaftssteuer, die Mehrwertsteuer und die Finanztransaktionssteuer. Zu letzterer hatte Moscovici zuletzt gemeint, er sei optimistisch, dass es bis Sommer 2016 zu einer Einigung auf Basis der verstärkten Zusammenarbeit kommen könne.

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