Bei diesen Formfehlern wird der Familienbonus gestrichen

Der Antrag auf den Familienbonus hat seine Tücken, vor allem wenn es um den Steuerausgleich geht oder während des Jahres sich die familiäre Konstellation geändert hat. Der Familienbonus kann rückwirkend sogar gestrichen werden. Was Sie beachten müssen und was Sie bei Formfehlern im Nachhinein noch tun können, um den Familienbonus doch noch zu bekommen.

Bei diesen Formfehlern wird der Familienbonus gestrichen

Seit Anfang des Vorjahres werden Familien durch den sogenannten Familienbonus Plus vom Fiskus entlastet. Heuer können Eltern diesen erstmals in der Arbeitnehmerveranlagung oder der Einkommenssteuererklärung beantragen. Viele haben den Antrag dafür, wie es das Gesetz vorsieht, bei ihrem Arbeitgeber gestellt. Und haben so eine monatliche Steuerersparnis bis zu 150 Euro im Monat geltend gemacht.

Wer diese Möglichkeit unterm Jahr verabsäumt hat, kann den Familienbonus im Nachhinein in die Steuerklärung aufnehmen. Wer den Bonus bereits über die Gehaltsabrechnung vom Dienstgeber gutgeschrieben bekommen hat, droht jedoch rückwirkend den Bonus zurückzahlen zu müssen, warnt die Arbeiterkammer Niederösterreich. "


Wer andere Absetzposten geltend macht, muss im Steuerausgleich auch den Familienbonus noch einmal beantragen


Zwar muss, wer den Familienbonus in der Firma bereits eingereicht hat, zwar grundsätzlich gar nichts mehr unternehmen, „wird allerdings ein Steuerausgleich gemacht, um andere Ausgaben und Absetzposten geltend zu machen, muss der Familienbonus noch einmal beantragt werden“, erläutert Dieter Pock, Steuerexperte der TPA. Schon ein kleiner Fehler genügt, und man verliert einen Teil oder sogar den ganzen Anspruch", warnt nun die AK Niederösterreich.

Ehe, Scheidung, Trennung: Dann wird es steuerlich kompliziert
Auf der Hut sollten auch all jene, die den Familienbonus beantragen, sein, deren familiäre Situation sich während des Jahres geändert hat und man beispielsweise geheiratet hat oder sich getrennt hat oder die Ehe geschieden wurde, dann wird nämlich das Ausfüllen des Antrags für den Familienbonus relativ kompliziert. Für diesen "besonderen Fall" wird neben dem dafür nötigen Standard-Formular L1k auch die Beilage L1k-bF erforderlich. Es gibt zwar eine Ausfüllhilfe, aber das Formular selbst, haben nicht einmal noch Steuerberater gesehen, da das nötige Software-Update noch nicht verfügbar ist.

Nach Bescheid: Mit Rechtsmittel Irrtum beheben
Wenn jedoch der schlimmste Fall eintritt und beim Ausfüllen etwas schiefgelaufen ist und Fehler gemacht wurden, und der Familienbonus droht gestrichen zu werden und das Finanzamt verlangt die Rückzahlung des Bonus oder verweigert die Auszahlung, ist noch nicht alles verloren. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit gegen den Bescheid, in dem eine solche Entscheidung mitgeteilt wird, innerhalb der Frist ein Rechtsmittel einzulegen. „Am besten man setzt sich mit seinem Finanzamt in Verbindung und erklärt was falsch gelaufen ist. Mit der entsprechenden Begründung lässt sich mit Hilfe des Rechtsmittels der Irrtum beheben“, erläutert TPA Experte Pock. Der zusätzliche Aufwand kostet jedoch Zeit und Mühe.

Weitere Informationen zum Familienbonus finden Sie in der Trend.at Story: Die 5 besten Tipps für den Steuerausgleich.

Keine Vorberechnung auf FinanzOnline vor März möglich
Die AK Niederösterreich empfiehlt den Arbeitnehmern zudem den Steuerausgleich erst ab Anfang März abzugeben. Die meisten Arbeitgeber übermitteln die für die Berechnung notwendigen Jahreslohnzettel nämlich erst Ende Februar an das Finanzamt. Davor sei bei der Veranlagung über FinanzOnline keine Vorberechnung und damit auch keine Kontrolle möglich, ob die Formulare richtig ausgefüllt wurden.

easy2tax Gründer Nikolas Tichy (r.) mit Kunde und Investor Lukas Schullin.

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