Automatischer Steuerausgleich erstmals durchgeführt: Die Bilanz

Automatischer Steuerausgleich erstmals durchgeführt: Die Bilanz

Finanzminister Hartwig Löger registriert eine Million mehr gemeldete Fälle von Spendenorganisationen.

Erstmals hat der Staat für bestimmte Bürger automatisch einen Steuerausgleich erstellt. Spendenorganisationen und Relgionsgemeinschaften mussten erstmals selbst die Beiträge der Bürger am die Finanz melden. Welche Summen die Organisationen gemeldet haben.

Rund 500 Spendenorganisationen sowie Religionsgemeinschaften mussten dem Staat für das Jahr 2017 erstmals die Beiträge Ihrer Unterstützer dem Staat melden, um so automatisch in den Steuerausgleich einfließen zu können.
Finanzminister Hartwig Löger hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Damit würden nun mehr Personen von der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit profitieren als früher.

Bisher mussten Sonderausgaben wie Kirchenbeitrag, Spenden sowie freiwillige Versicherungen oder der Nachkauf von Versicherungszeiten selbstständig in der Steuerveranlagung geltend gemacht werden. Ab dem Jahr 2017 wurde die Selbsterklärung durch einen gesetzlich verankerten Automatismus, eben die automatische Datenübermittlung von Sonderausgaben, abgelöst.
"Einige kleine Organisationen fehlen noch, doch der Großteil der Organisationen hat die Daten fristgerecht bis Ende Februar gemeldet. Knapp sechs Millionen Einzeldatensätze wurden übermittelt, davon konnten 99,7 Prozent automatisch den jeweiligen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zugeordnet werden", freute sich der oberste Chef der Finanzverwaltung.


"Insgesamt haben Kirchen, Spendenorganisationen und Versicherungen Sonderausgaben in der Höhe von knapp 843 Millionen Euro an die Finanzämter übermittelt", berichtete Löger. "Insbesondere von den Spendenorganisationen wurden für 2017 knapp eine Million mehr Fälle gemeldet als 2016 in der Steuerveranlagung erklärt wurden. Gegenüber 2016 wurden auch um 57 Millionen Euro mehr Spenden gemeldet. Das bedeutet, dass ab 2017 eine erheblich größere Anzahl von Personen von der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit profitiert. Wir glauben, dass dadurch die Spendenfreudigkeit der ohnehin schon großzügigen Österreicherinnen und Österreicher noch weiter begünstigt wird", erklärte der Finanzminister.

Für Löger ist die automatische Datenübermittlung ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Automatisierung der Finanzverwaltung sowie zu Bürokratieabbau und Serviceorientierung.

Weitere Informationen zu dem Thema lesen Sie im Artikel "So prüfen Sie, ob Ihre Spende der Finanz gemeldet wurde".

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