Insolvenzen steigen, Coronahilfen bremsen die Pleitewelle

Jüngsten Daten zufolge ist die Zahl der Insolvenzen um rund ein Viertel höher als im 3. Quartal 2021, damit aber immer noch unter dem Stand im Vorkrisenjahr 2019. Die meisten Insolvenzen gibt es im Bau, Handel und Dienstleistungssektor.

Insolvenzen steigen, Coronahilfen bremsen die Pleitewelle

Die Zahl der Insolvenzen steigt kräftig an. Die Covid19-Staatshilfen haben bisher das Schlimmste verhindert.

Wien. Laut Daten der Statistik Austria gab es heuer im dritten Quartal 754 und damit um 24,2 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahreszeitraum, im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren das jedoch deutlich weniger Pleiten. "Die Zahl der Insolvenzen im 3. Quartal 2021 ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um ein Viertel gestiegen, sie liegt aber noch immer um 37,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom 3. Quartal 2019", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Die staatlichen Coronahilfen, Kurzarbeit sowie Stundungen hätten die befürchtete Pleitewelle bisher verhindert, so der Generaldirektor in einer Aussendung vom Dienstag. Die meisten Insolvenzen gab es im dritten Jahresviertel in der Dienstleistungsbranche und im Bausektor. So meldeten 162 Finanzdienstleister und sonstige Dienstleister, 142 Bauunternehmen und 125 Firmen aus dem Handel Insolvenz an.

In den von der Pandemie ebenfalls stark betroffenen Bereichen Beherbergung und Gastronomie waren es 107 Betriebe. Das entspricht einem Plus von 55,1 Prozent zum dritten Quartal 2020, zum Vergleichsquartal 2019 war es dagegen ein Minus von 43,1 Prozent.

Die Zahl der Registrierungen, also die Aufnahme einer rechtlichen Einheit in das Unternehmensregister, lag im dritten Quartal bei 13.719, das ist ein Minus von 19,9 Prozent (17.128) zum dritten Quartal 2020. Die stärksten Rückgänge gab es im Handel (minus 34,4 Prozent) und bei persönlichen Dienstleistungen (minus 22,5 Prozent). Auch im Vergleich zum dritten Quartal 2019 (15.738, minus 12,8 Prozent) gab es weniger Registrierungen.

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