Sechster Rekord in Folge: Wien steigert Nächtigungen um 6 Prozent

Sechster Rekord in Folge: Wien steigert Nächtigungen um 6 Prozent

2015 kamen noch mehr Touristen nach Wien - die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule zählen zu einer Hauptattraktion für sie.

Ein Zuwachs von 5,9 Prozent auf 14,328.000 Gästenächtigungen - 2015 war für den Wien-Tourismus erneut ein Erfolgsjahr. Die Bundeshauptstadt verzeichnete damit den sechsten Rekord in Folge. Sogar noch höher fiel das Plus bei den Netto-Nächtigungsumsätzen aus. Sie stiegen bis November (die Dezemberzahlen liegen noch nicht vor, Anm.) um 15,5 Prozent auf 665,5 Mio. Euro.

Tourismusdirektor Norbert Kettner und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) verwiesen am Donnerstag bei der Präsentation der Zahlen darauf, dass jedes einzelne Monat einen Bestwert brachte. In Sachen Jahresergebnis wurde die 14-Millionen-Grenze erstmals übersprungen. "Von Wiens 40 nächtigungsstärksten Märkten brachten 36 ein Plus, 20 davon sogar im zweistelligen Prozentbereich, lediglich vier waren rückläufig", freute sich Kettner.

Etwa 82 Prozent der Nächtigungen wurden im Vorjahr durch internationale Besucher verzeichnet. Generell, so betonte Wiens Chef-Touristiker, habe sich die Strategie, die Abhängigkeit von einzelnen Märkten gering zu halten, ausgezeichnet. So sei auch das 32-prozentige Minus aus Russland zu verkraften gewesen, versicherte er. Gleichzeitig seien Wachstums- und Hoffnungsmärkte gezielt bearbeitet worden. Russland dürfte aber ein schwieriges Pflaster für die Tourismuswerber bleiben: "Wir sehen dort derzeit noch keine Trendwende", berichtete Kettner.

Chinesen auf dem Vormarsch

Stark zulegen konnte hingegen etwa China. Das Reich der Mitte landete mit 285.000 Nächtigungen und einem Plus von rund 21 Prozent auf Platz elf der Statistik. Es lag damit nur um wenige Hundert Nächtigungen hinter Japan, das 2015 zwar Rückgänge verzeichnete, Platz zehn aber knapp halten konnte. Angeführt werden Wiens Top-10-Märkte nach wie vor von Deutschland, gefolgt vom Inlandsmarkt. Beide verzeichneten absolute Zuwächse von mehr als 130.000 Nächtigungen.

Ebenfalls als erfreulich wurde die Performance der USA (plus 13 Prozent) bezeichnet - was, wie es hieß, auch an neuen Flugverbindungen der Austrian Airlines liege. Auch Italien, Großbritannien, Spanien, die Schweiz sowie Frankreich bescherten Zuwächse - das im Fall von Großbritannien und Spanien zweistellig ausfiel. Dies traf auch auf Asien, Südkorea, Australien, Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien zu. Unter ihrem Vorjahreswert blieben neben Russland und Japan auch Ungarn und die Ukraine.

Ring-Jubiläum pushte Hotellerie

Der Boom hinterließ laut Wien-Tourismus erfreuliche Spuren in allen Hotelkategorien: Die durchschnittliche Bettenauslastung erhöhte sich auf 57 Prozent (2014: 56,3 Prozent), obwohl sich die Gesamtkapazität von Dezember 2014 auf Dezember 2015 ebenfalls gestiegen ist - um 2.840 Betten auf 64.200 (ein Plus von 4,6 Prozent, Anm.).

Wie bei der Pressekonferenz betonte wurde, fungierte nicht zuletzt der Ring als Straße zum Erfolg. Das 150-Jahr-Jubiläum des Prachtboulevards soll einen höheren Werbewert als etwa das Klimt-Jahr 2012 erreicht haben. 2016 beträgt das gesamte Marketingbudget des Wien-Tourismus 14,7 Mio. Euro, was angesichts des Song-Contest-Sondertopfes im Vorjahr einen leichten Rückgang darstellt, wie betont wurde. Ausgegeben wird es in 20 Ländern. Gemeinsame Marketingaktivitäten wird es unter anderem mit der AUA geben.

Laut Kettner dürfte sich die positive Entwicklung in Sachen Nächtigungen heuer fortsetzen. Dass die weltweit gestiegene Terrorgefahr das Reiseverhalten potenzieller Wien-Besucher beeinflussen wird, glaubt Kettner vorerst nicht: "Wir sehen noch keine unmittelbaren Auswirkungen." Das Thema Sicherheit sei aber gerade beim Städtetourismus natürlich ein Thema.

Nfon Österreich Geschäftsführer Gernot Hofstetter

Karrieren

Neuer Geschäftsführer beim Cloud-Telefonanlagenanbieter Nfon

Mitarbeiter nicht nachbesetzt: Das bewirkt der Giftcocktail

Karrieren

Mitarbeiter nicht nachbesetzt: Das bewirkt der Giftcocktail

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

DSGVO: Viele Unternehmen verpassen die Deadline