Kostüme, Vandalismus & Alkohol: Was Autolenker bedenken sollten

Kostüme, Vandalismus & Alkohol: Was Autolenker bedenken sollten

Alkohol am Steuer ist wohl auch zu Fasching verboten, nicht jedoch Kostüme. Rechtsprofis raten dennoch davon ab.

Der Fasching geht in die letzte Runde. Was Autofahrer, die kostümiert Autofahren bedenken sollte, welche Promillegrenzen gelten und was es bei Vanadalismus-Schäden beim Auto zu beachten gilt.

Die Straßenverkehrsordnung gilt auch für Ritter, Geister oder Clowns. Zum Faschingsfinale mit Bällen, Umzügen und Gschnasfesten raten Verkehrsclubs allen Verkehrsteilnehmern zur Besonnenheit.

Autofahrer, die verkleidet zu einer Feier unterwegs sind, sollten darauf zu achten, dass ihre Sicht durch ein Kostüm nicht eingeschränkt ist . "Die Sicht darf durch Kostüme nicht behindert werden", so Arbö-Rechtsexperte Stefan Mann: „ Der Lenker hat dafür zu sorgen, dass seine Sicht für das sichere Lenken ausreicht.“

Ebenso muss die maximale Beweglichkeit und Fußfreiheit (es darf sich nichts im Pedal verhängen) gegeben sein. Auch das Gehör darf nicht beeinträchtigt sein. Grundsätzlich ist es aber nicht verboten, mit einer Faschingsverkleidung Auto zu fahren. Arbö-Experte Mann: „Wir empfehlen trotzdem, während der Fahrt auf Masken, Perücken oder andere eventuell störende Utensilien zu verzichten."

Ausnüchterungshilfen sinnlos

Alkohol am Steuer ist auch in der närrischen Zeit Tabu. Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko. Die Polizei führt in der Faschingszeit verstärkt Alkoholkontrollen durch, um Alkolenker aus dem Verkehr zu ziehen. Für Jugendliche und Führerscheinneulinge gilt im Probemonat die 0,1 Promille-Grenze. Nicht zu unterschätzen ist der Restalkohol, der nach einer langen feucht-fröhlichen Nacht noch auftreten kann. Prinzipiell gilt, dass ein Körper normalerweise rund 0,1 Promille pro Stunde abbaut. Der Abbau von Alkohol kann nicht, wie oft geglaubt wird, durch Ausnüchterungshilfen beschleunigt werden. Selbst viel Schlaf garantiert keine 0,0 Promille am nächsten Tag.

Vandalismus-Schäden sind vollkaskoversichert

Wer sein Auto in der Nähe von Umzügen parkt und Bedenken wegen Vandalismus-Schäden hat, kann - zumindest teilweise - beruhigt werden. Vandalismus ist für gewöhnlich mit einer Vollkaskoversicherung abgedeckt. „Schäden am Fahrzeug sind in einer Kaskoversicherung, die das Risiko des Vandalismus inkludiert, abgedeckt – zu beachten ist aber ein möglicher Selbstbehalt“, so Mann.

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