Airbnb-Steuerhinterziehern drohen saftige Strafen

Bis jetzt kamen Airbnb-Steuerhinterzieher mit 420 Euro davon. Ab März wird es empfindlich teurer.

Bis jetzt kamen Airbnb-Steuerhinterzieher mit 420 Euro davon. Ab März wird es empfindlich teurer.

Das Finanzministerium macht Druck auf die Datenschutzzentrale von Airbnb & Co in Irland. Denn seit März 2017 sind Online-Zimmervermieter verpflichtet, dem Fiskus Daten von Vermietern preis zu geben. Wer die Kurtaxe nicht zahlt, wird künftig kräftig zur Kasse gebeten.

Im März 2017 hat das Finanzministerium auf scharf geschaltet. Seither sollen Vermieter von Airbnb-Zimmern - Wohnungen oder -Häusern keine Chance mehr haben ihre Einnahmen am Fiskus vorbei zu schummeln. Jeder, der sich auf dieser oder einer ähnlichen Online-Zimmervermieterung als Vermieter registriert, soll auch entsprechende Steuern abführen.

Dazu hat Österreich die Plattformen aufgefordert, die Kontaktdaten und Adressen der Vermieter herauszurücken. Damit soll sichergestellt werden, dass die Ortstaxe abgeführt wird und die Einnahmen entsprechend versteuert werden.

Irland gibt Daten nicht so einfach frei

Jedoch: Aufgrund der liberalen Datenschutzgesetzgebung haben die meisten Unternehmen so wie viele andere US-Internetkonzerne ihren Sitz in Irland, und die Iren zeigen sich wenig kooperativ. Bisher ist es bei Bemühungen der Finanz geblieben. So hat Österreich schon Mitte 2015 an Irland ein Amtshilfeersuchen gestellt, um an die österreichischen Nutzerdaten von Online-Zimmervermietern wie Airbnb & Co heranzukommen, doch zwei Jahre später gab es immer noch keine Daten.

Das seit März 2027 geltende Gesetz sieht sowohl die Übermittlung der Daten der Zimmervermieter als auch ein höheres Strafmaß vor. Dieses wurde bei einem nicht Abführen der Kurtaxen von 420 auf 2.100 Euro angehoben.

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