Wirtschaftsprüfer sollten rotieren - Streit um Fristen

Wirtschaftsprüfer sollten rotieren - Streit um Fristen

Das Naheverhältnis von Wirtschaftsprüfer zu Steuerberater steht auf dem Prüfstand - der EU.

Die EU will die Steuerberatung durch Wirtschaftsprüfer einschränken. Die Wirtschaftprüfer sollen rotieren.

Wien. Die Finanzkrise hat manch wundersame Betriebsprüfung zutage befördert und die Diskussion über das Naheverhältnis von Prüfern und Geprüften, die auch die Auftraggeber sind, befeuert. Die EU will diese Problematik bei Banken, Versicherungen und börsenotierten Unternehmen durch ein verpflichtendes Rotationsprinzip lösen, überlässt aber die Häufigkeit der Rotation den Mitgliedsstaaten.

Nun gibt es ein Gezerre zwischen dem Justizministerium und den Wirtschaftsprüfern über diese Zeitspanne, berichtet der "Standard". Der Richtwert der EU aus dem Jahr 2014 sieht zehn Jahre vor, mit einer Bandbreite von bis zu 24 Jahren. Geht es nach den Prüfern, soll die Zeitspanne möglichst lange sein. Ihr Argument: Es brauche Zeit, bis sich ein Prüfer eingearbeitet hat. Gegenargument der Arbeiterkammer, die für einen kurzen Zeitraum ist: 20 Jahre entsprechen einem halben Berufsleben.

Weiters will die EU dass die Prüfer nur mehr sehr eingeschränkt auch als Steuerberater tätig sein dürfen - allerdings auch hier mit nationalen Spielräumen. Österreich will laut "Standard" an der derzeitigen Regelung festhalten, wonach die Steuerberatung nur dann untersagt ist, wenn sie einen wesentlichen Einfluss auf die Bilanz hat.

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