Private Unfallversicherung: Sicherheit auf allen Wegen

Private Unfallversicherung: Sicherheit auf allen Wegen

Wer in der Freizeit einen Unfall mit dauerhaften Folgen erleidet, muss für daraus entstehenden Kosten für sich und seine Familie selbst aufkommen.

Beim Vergnügen in der Freizeit lauert auch so manche Gefahr. Bei Verletzungen mit dauerhaften Folgen gibt es keine staatliche Hilfe. Hier schützt nur eine private Unfallversicherung vor finanziellen Problemen.

Ein prachtvolles Wochenende im Spätherbst. Wie geschaffen für eine Wanderung mit der Familie durch den mit roten, grünen und gelben Blättern leuchtenden Wald. "Du Papa, was liegt denn da unten am Abhang?", fragt der Sohn. Der Papa ist kein Feigling und geht ganz weit vor zum Rand. Beugt sich vor, macht noch einen Schritt -einen Schritt, der das Leben einer ganzen Familie verändert.

Jährlich passieren in Österreich rund 795.000 Unfälle, mehr als 2.500 enden tödlich. Über 180.000 Unfallopfer landen jährlich im Spital. Und 8.600 tragen eine bleibende Invalidität davon. Natürlich kann man diese Statistik mit einem Schulterzucken und dem Satz von Erich Kästner "Das Leben ist immer lebensgefährlich" abtun. Man könnte aber auch sich und seine Familie vor allen möglichen Folgen eines Freizeitunfalls, von einem Verdienstentgang über Kosten für eine medizinische Nachbehandlung bis hin zu einer besseren Versorgung in der Pension, absichern. Denn 75 Prozent aller Unfälle passieren in der Freizeit. Da übernimmt das Sozialversicherungssystem zwar die Zahlungen für den Krankenhausaufenthalt, aber nicht für alle aus diesem Unfall entstehenden weiteren Konsequenzen.

Quelle: Statistik Austria, KfV. Für eine vergrößerte Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik.

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Nur eine private Unfallversicherung deckt die zusätzlichen Kosten, die nach einem Unfall außerhalb des Arbeitsumfeldes entstehen, ab. Spezielle Behandlungs- und Rehabilitationskosten, Umbaukosten für eine behindertengerechte Wohnumgebung, Umrüstungen beim Auto oder auch kosmetische Operationen sind durch eine private Unfallvorsorge abgedeckt.

Das Leben danach

Sind einmal die gröbsten Folgen nach eine Unfall verdaut, kommt man zu der Frage, wie es weitergeht. In schlimmen Fällen ist eine weitere Ausübung des Berufes nicht oder nur eingeschränkt möglich. Der drohende Verdienstentgang hat aber nicht nur auf den eigenen Lebensstandard, sondern manchmal auch auf die Möglichkeiten, Kindern die gewünschte Ausbildung finanzieren zu können, Auswirkungen. Zwar werden aktuell in Österreich rund 150.000 Menschen durch eine staatliche Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspension unterstützt, doch die Höhe liegt bei maximal rund 1.700 Euro. Für eine mitten im Leben stehende Familie ist das oft zu wenig.

Quelle: Statistik Austria. Für eine vergrößerte Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik.

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Mit einer Berufsunfähigkeitspension lässt sich die entstandene Einkommenslücke bis zum Eintritt in die Alterspension ausgleichen. Doch auch hier kann ein Problem entstehen: Die Familie hat dank der beruflichen Weiterentwicklung zumindest mit der Höchstpension (aktuell 3.350 Euro brutto) kalkuliert. Doch damit kann aufgrund der beeinträchtigen Berufsfähigkeit nicht mehr gerechnet werden. Natürlich empfiehlt es sich in jedem Fall, schon frühzeitig eine private Zukunftsvorsorge abzuschließen. Nur: Wie bezahlt man im Fall der Fälle dann auch noch die Prämien dafür?

Manche Assekuranzen bieten deshalb entsprechende Kombinationen an. Uniqa-Österreich-Vorstand Klaus Pekarek, verantwortlich für die Bankenmarke Raiffeisen Versicherung:"Der Raiffeisen Personenschutz ist ein richtiger Tausendsassa. Die Kombination aus Unfall-und Lebensversicherung deckt die Versorgungslücke bei Berufsunfähigkeit bis hin zur Pensionslücke im Ruhestand ab."


TIPPS: Worauf es beim Unfallschutz ankommt

  • RISIKO. Vor dem Abschluss einer Unfallversicherung wird eine Risikoeinschätzung vorgenommen. Dabei werden sowohl Beruf als auch Freizeitverhalten beurteilt. Büroangestellte haben eine niedrigere Risikoklasse, und damit auch Prämie, als etwa Dachdecker oder Fleischhauer. Bei den Sportarten gibt es ebenfalls Differenzierungen. Wer auch die Folgen nach Unfällen beim Paragleiten oder Rafting versichern will, muss höhere Prämien in Kauf nehmen. Entspricht der Unfall nicht der festgelegten Risikoklasse, kann sich die Versicherung der Leistung enthalten.
  • INVALIDITÄT. Wenn sich die körperlichen Folgen eines Unfalles nach einem Jahr nicht gebessert haben, spricht man von Invalidität. Die Schwere dieser dauerhaften Beeinträchtigung ergibt sich aus einer Gliedertabelle. Der Verlust beider Augen beispielsweise wird als eine 100-prozentige Invalidität qualifiziert. Ein Auge bedeutet nur 60 Prozent Invalidität. Der Verlust eines Beines entspricht einer 70-prozentigen, der eines Daumens einer 20-prozentigen Invalidität.
  • VERSICHERUNGSLEISTUNG. Je nach Versicherung gibt es unterschiedliche Kalkulationen für die Leistungen nach einem Unfall mit dauerhafter Invalidität. Bei den Grundvarianten wird die Leistung im direkten Prozentwert der Gliedertabelle erbracht. Bei 100.000 Euro Versicherungssumme erhält der Versicherte bei Verlust eines Beines (70-prozentige Invalidität) 70.000 Euro. Bei Varianten mit höheren Prämien kann der Schutz auch 600 Prozent der Versicherungssumme betragen. Der Versicherte erhält dann das Sechsfache als Entschädigung.
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