Mit dem Fotobuch zum Erfolg: CEWE mit Umsatzplus

Mit dem Fotobuch zum Erfolg: CEWE mit Umsatzplus

CEWE ist eines der erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Fotoprodukte in Europa. Im ersten Halbjahr 2018 verzeichnet die Stiftung ein deutliches Umsatzplus. Grund dafür ist nicht nur das Erfolgsprodukt Fotobuch, sondern auch die frühzeitige Reaktion auf die Herausforderungen, die die Digitalisierung an Unternehmen stellt.

Großes Umsatzplus im Jahr 2018

Der Konzernumsatz der CEWE Stiftung & Co. KGaA lag im ersten Halbjahr 2018 bei 254,5 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bis Ende des Geschäftsjahres rechnet man mit einem Umsatz von etwa 630 bis 665 Millionen Euro. Der Konzern festigt damit seinen Status als größter Fotodienstleister Europas. Grund für den Erfolg sind aber nicht etwa die Akquisitionen, sondern das Stammgeschäft Fotofinishing: Neben Wandbildern, Kalendern und Handyhüllen sind es vor allem Produkte wie das Fotobuch, die sich hervorragend verkaufen.

CEWE verzeichnete in den vergangenen Jahren einen stetigen Anstieg im Fotobuchverkauf. Mehr als sechs Millionen Exemplare werden jährlich gedruckt. Die Beliebtheit des Fotobuchs ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Bilder dank ihm nicht auf digitalen Speichermedien verbleiben, sondern auf besondere Art optisch und haptisch erlebbar werden. Zudem hat das Fotobuch viele Gesichter: CEWE bietet die umfangreichste Vielfalt an Papierarten, Einbandmöglichkeiten und Designs weltweit. Do it yourself liegt im Trend, und eine möglichst große Auswahl an Design- und Gestaltungsvarianten trifft den Nerv der Zeit.

In den ersten drei Monaten dieses Jahrs wurden bereits 1,3 Millionen Exemplare des Fotobuchs verkauft. Im vierten Quartal 2018 rechnet CEWE mit einer weiteren Umsatzsteigerung. Schließlich sind im Weihnachtsgeschäft nicht nur Fotobücher gefragt, sondern vor allem Adventkalender - und auch diese kann man bei CEWE nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Erfolgreiche Digitalisierung

Mitentscheidend für den Erfolg von CEWE ist, dass der Fotodienstleister sein Geschäftsmodell frühzeitig an die Digitalisierung und die damit aufkommenden neuen Technologien angepasst hat. Potenzielle Kunden nutzen Smartphones, Tablets, PCs und Digitalkameras - kaum etwas ist noch analog, sondern fast alles digital oder mit dem Internet verknüpft. Vor allem die Fotobranche musste sich schnell umstellen, um in der Dynamik der Digitalisierung nicht unterzugehen. Heuer beträgt die Digitalquote bei CEWE-Fotoprodukten fast 100 Prozent. Noch 2017 kamen nur etwa 47 Millionen von insgesamt 2,17 Milliarden Fotos aus analogen Quellen. Ein Indiz für die Wichtigkeit, den Fokus auf digitale Medien, moderne Technologien und effiziente Produktionswege zu legen.

CEWE investiert bereits seit 2002 und damit sehr früh in die digitale Transformation. Ein Budget von 380 Millionen Euro erlaubte es, neue Technologien zu entwickeln und die Vertriebswege in Richtung Onlinemarkt umzustrukturieren. Vor allem in den IT-Bereich musste man reichlich investieren. Das Auftragsvolumen bei Fotobestellungen liegt heuer bei etwa 20 Terrabyte. Der Personalanteil IT macht deshalb etwa 20 Prozent der gesamten Unternehmensbelegschaft aus. Schon Anfang der Nullerjahre vertraute man auf das Fotobuch, aller Skepsis zum Trotz, wie Thomas Mehls, Vorstand der CEWE Stiftung, in einem Interview mit dem Kurier betonte. Damals nämlich habe "niemand […] daran gedacht, welche Bedeutung das Buch bekommen wird".

Außer in die digitale Neuausrichtung investierte das Unternehmen auch stark in den Markenaufbau und startete eine große Werbeoffensive. Ein Teil davon sind die lackierten Flugzeuge, die seit 2012 auf verschiedenen Strecken unterwegs sind. Zusätzlich zum Markennamen tragen sie auch ein riesiges CEWE Fotobuch Logo am Heck.

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