Wie Manager & Sportler an die Spitze kommen

Wie schafft man es ein Topmanager oder Spitzensportler zu werden und sich an der Spitze zu halten? Eine Vergleichsstudie zeigt, dass Konsequenz, Durchhaltevermögen, harte Arbeit und eine gehörige Portion Resilienz dabei entscheidende Faktoren sind.

Wie Manager & Sportler an die Spitze kommen

Erfolg kommt nicht von alleine. Wer etwas erreichen will muss hart dafür arbeiten und Niederlagen einstechen - im Top-Management ebenso wie im Sport.

Was macht Top-Manager und Spitzensportler erfolgreich? Dieser Frage sind Online Research Institut Marketagent, Leitbetriebe Austria und SPORTS.Selection nachgegangen. Sie haben dazu die Einstellungen von Spitzenmanagern und Hochleistungssportlern zu erfolgsrelevanten Faktoren mit der Einstellung der Gesamtbevölkerung verglichen.

35 Topmanager, 31 Spitzensportler und 500 weitere Menschen aus der Bevölkerung wurden dafür. Die Auswertung zeigt: Es gibt gewisse Persönlichkeitsmerkmale und Einstellungsmuster, die sowohl im Sport wie auch im Management Voraussetzung für außergewöhnliche Karrieren sind.

Besonders auffällig in der Untersuchung ist die hohe intrinsische Motivation erfolgreicher Sportler und Manager, eine Sache gerne und gut machen zu wollen. Erfolg zu haben ist dabei nicht die treibende Motivation. 26 Prozent der Manager stimmen, der Aussage "Erfolg ohne Anerkennung ist wertlos" zwar zu, aber deutlich mehr, 38 Prozent, sind es in der Gesamtbevölkerung. Bei Sportlern beträgt der Anteil gar nur 13 Prozent. „Wer nur erfolgreich sein möchte um Lorbeeren zu ernten, der hält letztlich nicht durch“, resümiert Studienleiterin Lisa Patek von Marketagent.

Topmanager empfinden den Weg zum Erfolg längst nicht so beschwerlich wie die meisten anderen. Befragt wurden 35 Topmanager (rot), 31 Spitzensportler (türkis) und 500 andere Menschen aus der Bevölkerung.

Noch deutlicher unterscheiden sich die Wahrnehmungen, wie die Anstrengungen empfunden werden, die zum Erfolg führen: Während 63 Prozent der Bevölkerung den Weg zum Erfolg als „beschwerlich“ empfinden, sehen ihn nur 55 Prozent der Sportler und gar nur 31 Prozent der Manager als Bürde.

Gleichzeitig betrachten deutlich mehr Spitzensportler und Führungskräfte den Erfolg als Ergebnis „harter Arbeit“. Deutlich weniger als die Gesamtbevölkerung, die „Glück“ oder „Talent“ als entscheidend einstuft. "Objektiv ist der Arbeitsdruck im Management und im Sport mindestens so hoch, wie das die Gesamtbevölkerung annimmt, doch offenbar wird diese von den wirklich erfolgreichen Menschen als gar nicht so belastend empfunden", so die Studienleiterin.

Der Umgang mit Krisen

Ein weiterer Faltor ist die besonders optimistische Einstellung erfolgreicher Manager und Sportler gegenüber Misserfolgen. „Ich bin zuversichtlich, dass ich Krisen gut überwinde“, glauben 97 Prozent der befragten Topmanager und Spitzensportler, während nur 68 Prozent der befragten Studienteilnehmer anderer Teile der Bevölkerung dieser Meinung sind.

Ein entscheidendes Erfolgsrezept von Topmanagern und Spitzensportlern ist daher auch, dass sie Misserfolge schnell wegstecken und sie sich nach Rückschlägen schnell neue Ziele stecken. Im Gegensatz zu erfolgreichen Sportlern und Managern lassen sich die Durchschnitts-Österreicher dagegen leicht aus der Bahn werfen, wenn etwas nicht Plan läuft.

"Als vielleicht wichtigste Fähigkeit, um auf dem Weg zum Erfolg voranzukommen, erweist sich der richtige Umgang mit Misserfolg" , resümiert Studienleiterin Patek.

Erfolgsfaktor Resilienz

Für die Studie wurde auch die Fähigkeit zur Resilienz erhoben, also der Fähigkeit, Rück- und Fehlschläge zu verkraften und rasch wieder zu alter Form zu kommen oder nach einem Rückschlag sogar noch gestärkt zu sein. Dabei erreichen die befragten 500 Teilnehmer aus der Gesamtbevölkerung gerade einmal einen Wert von 20, während es bei Topmanagern satte 52 und bei Spitzensportlern gar 71 Prozent sind.

„Es gibt keinen Erfolg ohne Misserfolg, keine Siege ohne Niederlagen“, betont Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher. „Wer diese eigentlich leicht einsichtige Erkenntnis verinnerlicht und sich durch Flops und Fehler nicht entmutigen lässt, hat die besten Voraussetzungen, um seine Ziele und letztlich die absolute Spitze zu erreichen."

Tiopmanager und Spitzensportler sind Stehaufmännchen. Nach jedem Tiefschlag rappeln sich die, die an die Spitze kommen oder immer wieder den Weg dorthin schaffen, immer wieder auf.

Die Einstellung zu persönlichen und beruflichen Zielen und dem, was man bereit ist dafür zu tun, spielt eine entscheidende Rolle. Rintersbacher: "Erfolg ist immer auch das Ergebnis harter Arbeit. Selbst den Talentiertesten fällt er nicht in den Schoß.“

Take Aways
  • Diese Einstellung macht Topmanager erfolgreich
  • Die intrinsische Motivation zählt. Nur wer auch Arbeitet, weil er den Job gerne macht und nicht nur des Erfolges wegen, wird langfristig erfolgreich sein.
  • Hohe Frustrationstoleranz bei ausbleibenden Erfolgen und Rückschlägen
  • Harte zu arbeiten ist wichtiger als Talent und Glück
  • Zuversicht Krisen zu meistern
  • Nach Rückschlägen rasch neue Ziele stecken

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