Warum 2016 das Jahr des Jobwechsels wird

Warum 2016 das Jahr des Jobwechsels wird

Zufrieden mit seinem Job zu sein, ist keine Selbstverständlichkeit. Davon zeugt auch eine aktuelle Umfrage von karriere.at: Jeder Zweite gibt an, bei nächster Gelegenheit den Job wechseln zu wollen, nur acht Prozent halten dies hingegen für ausgeschlossen und fühlen sich wohl an ihrem Arbeitsplatz. Unternehmen kann die Job-Fluktuation teuer zu stehen kommen.

Auch wenn sie keinen aktuellen Wechselwunsch hegen ist die Offenheit der Arbeitnehmer für einen Jobwechsel groß. Dies geht aus einer Umfrage unter Usern des karriere.at-Jobportals hervor. Fast die Hälfte - 49 Prozent - der 421 befragten Nutzer fühlen sich offenbar nicht besonders wohl an ihrem Arbeitsplatz. Nicht jeder hat es allerdings so eilig: 27 Prozent sagen, das sie einem Jobwechsel zwar positiv gegenüber stehen, aber derzeit keine Eile dafür besteht. Immerhin 16 Prozent sagen, dass sie nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job sind, aber Angebote von der Konkurrenz stets "willkommen" seien. Wirklich wohl fühlen sich nur acht Prozent an ihrem Arbeitsplatz.

"Arbeitnehmer machen sich bei der Suche nach einem neuen Job zunehmend weniger Druck. Gerade begehrte Fachkräfte warten häufig ab, bis das wirklich passende Angebot auftaucht oder sie von Arbeitgebern angesprochen werden. Diese Tendenz hin zur ‚latenten Jobsuche‘ bedeutet für Unternehmen, potenzielle Kandidaten aktiver ansprechen zu müssen, wenn sie die Chance auf den optimal passenden Mitarbeiter wirklich wahren möchten", sagt Jürgen Schmid, geschäftsführender Gesellschafter von karriere.at.

Jobwechsel verursacht Kosten für Unternehmen

Beendet ein Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis, bedeutet dies für die Unternehmen oft eine große Herausforderung. Karriere.at befragte auch Human Ressources-Manager und Unternehmensvertreter: 86 Prozent der Mitarbeiter würden demnach das Unternehmen aus eigenem Antrieb verlassen. Nur in einem sehr geringem Umfang - fünf Prozent - sind Abwerbeversuche von anderen Unternehmen erfolgreich. Vier Prozent der Befragten sind von "natürlicher Fluktuation" wie Pensionierung oder Karenz am stärksten betroffen. Und nur jeder zwanzigste Unternehmensvertreter (fünf Prozent) gibt an, die Gründe nicht zu kennen.

"Stellen, die aufgrund von Abgängen über längere Zeit nicht besetzt werden können, sind für Unternehmen extrem teuer: Es geht mit dem Mitarbeiter nicht nur Knowhow verloren, auch der zwischenzeitliche Verlust an Produktivität kann ebenfalls stark ins Geld gehen“, warnt Smid und rät Arbeitgebern, mit freiwillig gehenden Arbeitnehmern ein abschließendes Gespräch zu suchen, um deren Motivationen zu erfahren: „Oft käme es Unternehmen günstiger, etwas zu ändern, als hohe Fluktuation in Kauf zu nehmen."

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