"Tut das, wofür ihr brennt“

"Tut das, wofür ihr brennt“

Schüler entwickelten beim Projekt SCHULE MACHT WIRTSCHAFT eine Prüfungssoftware - und wurden flugs von WKÖ-Präsident Christoph Leitl engagiert.

Matura - und was jetzt? Auf ausgelassene Feiern und wilde Maturareisen folgen die großen Fragen des Lebens - und die Suche nach einem Platz in der Wirtschaft. Die vom Wirtschaftsmagazin trend unterstützte Aktion "Schule macht Wirtschaft“ begleitet diesen Wandel vom Schüler zum Schaffer und bringt wirtschaftliche Realität ins Klassenzimmer. Schüler gründen mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und von Junior Austria reale Firmen, sogenannte Junior Companies (JC).

Fantastiq, die JC der Wiener HTL Rennweg, präsentierte sich am Dienstag nach Ostern der Öffentlichkeit. Im Publikum saß hoher Besuch: Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und WKÖ-Präsident Christoph Leitl lauschten dem Pitch. Dazu kamen Vertreter von Junior Austria und etwa 50 Mitschüler.

Etwas Angstschweiß ist normalerweise angesichts solcher Prominenz im Auditorium vorprogrammiert. Die sechs jungen Herren von Fantastiq, allesamt in Anzug mit blauer Krawatte, agierten jedoch wie eingespielte Profis und zeigten sogar ein eigens produziertes Video, um ihr Produkt vorzustellen. Danach erläuterten sie die Umsetzung des Vorhabens und ihre Vertriebspläne.

Fantastiq digitalisiert klassische Schultests. Alles geschieht dabei online: Lehrer erstellen entsprechende Fragenkataloge, Schüler beantworten via Internet die Fragen. Die Überprüfung und die Auswertung geschehen halbautomatisch. Lehrern wird damit eine einfache Methode zur Verfügung gestellt, um Schülern die Möglichkeit zu geben, sich für einen Test in Form von Übungen vorzubereiten; aber auch richtige Tests können damit durchgeführt werden.

Hammerschmid und Leitl waren jedenfalls von der Präsentation der Jungunternehmer begeistert. Die Bundesministerin bedauerte sogar, dass Fantastiq erst jetzt entsteht. In ihrer früheren Position als Rektorin hatte sie eine ähnliche Software international teuer eingekauft. Lieber wäre es ihr gewesen, Fantastiq gemeinsam mit den HTL-Schülern weiterzuentwickeln und zu implementieren.

WKÖ-Präsident Leitl, der auch eine Gastprofessur an der Wirtschaftsuniversität Wien innehat, machte hingegen gleich Nägel mit Köpfen: "Ihre Zeit an der Schule mag vorbei sein, Frau Bundesministerin. Meine ist es nicht.“ Er engagierte Fantastiq, um die Tests für sein Seminar auf der Wirtschaftsuniversität über dessen Software laufen zu lassen - gegen ein Erfolgshonorar, versteht sich.

Am Ende fragten einige Schüler nach dem weiteren Weg, um am Arbeitsmarkt zu bestehen. "Woran man Freude hat, das macht man gut - und somit erfolgreich. Ihr werdet euren Weg machen, die Weichen sind gestellt“, motivierte Leitl die jungen Gründer. Und Bildungsministerin Hammerschmid ergänzte: "Findet das, wofür ihr brennt, dann stehen eure Chancen gut.“

Kunstschule Herbststraße

Naturbunt

Einige Schüler der Mode- und Kunstschule Herbststraße wollten nicht bis nach der Matura warten, um das Gelernte in die Tat umzusetzen. Also setzte man sich gemeinsam an den Zeichentisch, entwarf erste Modelle und gründete die Junior Company PurPur. Der Name ist Programm, Farbe steht im Fokus. Dank zweier besonderer Färbetechniken, Batik und Marbling, ist jedes organische Muster ein Unikat. Naturverbundene Töne wie Beige, Sand und eben Purpur dominieren die Palette. Ein minimalistischer Schnitt erzeugt fließende Silhouetten, die jeder Figur schmeicheln sollen. Wichtig ist den jungen Designern eine gewisse Multifunktionalität - ihre Mode soll nicht im Schrank auf passende Anlässe warten, sondern möglichst viel frische Luft abbekommen.

HTL St. Pölten

Hoch die Gläser

"Holz und Wein, so soll es sein!“ Unter diesem Slogan fanden sich die angehenden Wirtschaftsingenieure der HTL St. Pölten zusammen, um Funktionalität mit Genuss zu vereinen. Heraus kam eine innovative Halterung für Weingläser, die man direkt am Flaschenhals befestigen kann. Dank elegantem Design ist das Produkt der JC HolzGenuss sowohl Transporthilfe als auch Dekoration. Viel Zeit und Energie flossen in den Vertrieb: Auf der eigens erstellten Website sowie via Facebook und Instagram wird das Produkt stilsicher in Szene gesetzt, Businesskunden können sogar eigene Logos in das Holz lasern lassen. Auch die zweite JC der Schule setzt auf die Balance zwischen Design und Funktion: SimpleKey, eine Mischung aus Taschenmesser und Schlüsselbund, kann je nach Kundenwunsch gefärbt werden.

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