Starthilfe: Fünf Tipps für Jungunternehmer

Jedes vierte neu gegründete Unternehmen ist in Wien beheimatet, doch auch die Zahl der Insolvenzen ist in Wien am größten. Ratschläge für Unternehmensgründer.

Jungunternehmer, die ihre Ideen festhalten und Ziele klar definieren, hat bessere Erfolgsaussichten.

Jungunternehmer, die ihre Ideen festhalten und Ziele klar definieren, hat bessere Erfolgsaussichten.

Die steigende Zahl von Unternehmens-Neugründungen ist ein gutes Signal einer erstarkenden Wirtschaft. Aber nur langfristig bestehende Unternehmen schaffen auch sichere Arbeitsplätze. Das ist nicht immer der Fall: Von insgesamt 39.973 Unternehmensneugründungen im Jahr 2016 entfielen 8.982 auf die Bundeshauptstadt Wien. Dem stehen 1.837 Insolvenzen gegenüber.

Wer den Weg in die Selbstständigkeit geht und eine Pleite vermeiden will, sollte daher von Anfang an darauf achten, nachhaltig zu gründen und das Unternehmen auf einem stabilen Fundament aufzubauen. Claudia Strohmaier, Berufsgruppensprecherin Unternehmensberatung der Wiener WKO-Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT) fasst zusammen, worauf es ankommt:

1. Ressourcen bestimmen

Wer ein Unternehmen aufbaut, sollte sich zuallererst über die benötigten Ressourcen klar werden und sich die Frage stellen, auf welche finanziellen Mittel, Unterstützung im Familien- und Freundeskreis und auf welches Zeitbudget zurückgegriffen werden kann. Oft unterschätzen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer den zeitlichen Aufwand. Unternehmertum funktioniert nicht nebenher wie ein Hobby, man muss mit Herzblut hinter seiner Geschäftsidee sein und sie vorantreiben.

2. Planen

Die Erstellung des Businessplans sollte der Anlass sein, die Geschäftsidee systematisch zu durchdenken und blinde Flecken auszumachen. Der Adressat eines Businessplans sollte man in erster Linie selbst sein, nicht Förderstellen oder eine Bank. Strohmaier rät, mit grundsätzlichen Fragen zu beginnen:

  • Wie bin ich zu dieser Idee gekommen?
  • Wie möchte ich die Idee konkret umsetzen?
  • Wie hoch muss der Umsatz sein, um die Kosten zu decken?
  • Kann dieser Umsatz am Markt erreicht werden?

Es sollte klar sein, wie das nächste Jahr finanziert wird, was gerade am Anfang schwer fällt. Es macht daher Sinn, sich die Zukunft vor Augen zu führen und verschiedene Aspekte entlang gezielter Fragen eines unabhängigen Dritten durchzugehen.

Für den Fall, dass es mit der Selbstständigkeit doch nicht klappt, sollte außerdem ein Ausstiegsszenario überlegt werden.

3. Eigenverantwortung und Beratung

Als Gründer kennt man sein Unternehmen und dessen Ziele am besten. Tipps von Laien sind zwar gut gemeint, in der Praxis aber oft mit Vorsicht zu genießen. Wenn man Beratung und Begleitung sucht, sollte die von einer professionellen Stelle kommen. Das tägliche Geschäft ist herausfordernd genug und auch wenn man als Unternehmer für sich ein Einzelfall ist, so haben Beratungs-Profis in der Regel jedes Problem schon zehnmal gehört.

4. Ideen festhalten

Ideen sollten nicht in den Köpfen bleiben, sondern schriftlich festgehalten werden. „Das verschafft geistige Freiheit. Man muss nicht jeden Einfall an Tag eins umsetzen. Vieles kann zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert oder bei Bedarf aufgegriffen werden.

5. Ziele definieren

Viele beginnen mit der Gestaltung eines Logos, oder der eigenen Website, ehe sie das Unternehmensziel klar definiert haben. Die umgekehrete Reihenfolge ist erfolgversprechender. Erst wenn die Ziele klar definiert sind, sollte zu den Feinheiten übergegangen werden. So ist es unbedingt notwendig, das eigene Kerngeschäft und die Kernzielgruppe genau kennen und zu wissen, worauf man sich spezialisieren möchte. Spezialisierung ist wichtig, denn die Konkurrenz ist groß gerade Neueinsteigern oft einen Schritt voraus. Strohmaier: Zielführend ist eine konkrete Planung für die ersten drei bis fünf Jahre. Es ist nicht ausreichend, nur das erste Geschäftsjahr durchgedacht zu haben."

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