Schule macht Wirtschaft - Gründen: "Sehr gut"

Schule macht Wirtschaft - Gründen: "Sehr gut"

Unternehmergeist an den Schulen: Bei der Initiative Schule macht Wirtschaft gründen Schüler reale Unternehmen. Die WKO und Partnerunternehmen bieten Unterstützung.

Es erinnert ein wenig an die Pitches aus der Fernsehshow "2 Minuten 2 Millionen", wenn Schülerinnen und Schüler ihre Geschäftsideen präsentieren und sich anschließend kritischen Fragen des Publikums stellen. Dahinter steht die trend-Aktion "Schule macht Wirtschaft", bei der 13- bis 19-jährige Schüler das Wirtschaftsleben hautnah erleben dürfen. Sie gründen echte Unternehmen mit allem, was dazugehört: von der Geschäftsidee über Personalentscheidungen, Kostenrechnung, Marketing, Produktion und Vertrieb bis hin zum Jahresabschluss.

Zu den "Pitches" an den Schulen erscheint dann hoher Besuch. Bei der Präsentation der Junior-Kosmetik-Company "bilips" saß beispielsweise Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, im Klassenzimmer. Auch Johann Heuras, amtsführender Präsident des niederösterreichischen Landesschulrats, gab sich die Ehre. Nervosität ist da vorprogrammiert, doch die jungen Gründer glauben an ihre Projekte. Kein Wunder, wenn man viele Stunden und sein Herzblut investiert. Der Stolz steht den Junggründern ins Gesicht geschrieben.

"Schule macht Wirtschaft" ist eine Initiative von Junior Austria und wird von der Wirtschaftskammer, verschiedenen Unternehmen und dem trend als Medienpartner unterstützt. Im Rahmen von Schulbesuchen geben Experten aus der Wirtschaft den Gründern wertvolles Feedback.


HTL Pinkafeld

Licht im Bild

LightArt, die Junior Company der HTL Pinkafeld, stellt beleuchtete Bilderrahmen her.

LightArt, die Junior Company der HTL Pinkafeld, stellt beleuchtete Bilderrahmen her.

An der HTL Pinkafeld arbeiteten 13 Schülerinnen und Schüler an der Junior Company "LightArt", die beleuchtete Bildrahmen herstellt. Die Idee ließ sämtliche Kompetenzen der Schule einfließen - von Bautechnik bis Elektronik.

Dementsprechend wurden Arbeitsaufträge verteilt: Begabte Jungbautechniker schufen die Rahmen aus recycelbaren Rohstoffen, geschickte Elektrotechniker verlegten die LEDs. Die Verkaufspreise wurden via Schulumfrage festgelegt, in der Mitschülerinnen und Mitschüler angaben, wie viel sie bereit wären, für das Produkt zu zahlen. Eine klassische Marktumfrage. Verkauft wurden die leuchtenden Rahmen bisher unter anderem am Pinkafelder Weihnachtsmarkt.


IMS Hinterbrühl

Mehr als nur ein Lippenbekenntnis

bilips, die Junior company der IMS Hinterbrühl, produziert Lippenbalsam und Peelings aus naturbelassenen Zutaten.

bilips, die Junior company der IMS Hinterbrühl, produziert Lippenbalsam und Peelings aus naturbelassenen Zutaten.

Auch die IMS Hinterbrühl wurde zur Geburtsstätte einer Junior Company: "bilips" produziert Lippenbalsam und Peelings aus naturbelassenen Zutaten. Das Sortiment umfasst bislang Produkte mit Erdbeer- und Vanillegeschmack. Verkauft wird derzeit am Schulbuffet, eine Kooperation mit Mödlinger Geschäften ist angedacht. Social Media Advertising ist ebenfalls in Planung, aber der Schulalltag stand dem bisher noch im Weg. Zum Zeitpunkt des Schulbesuchs war etwa das Marketingteam auf Skikurs.

An "bilips" arbeiten momentan 13 Schüler im Modul "Fit für die Wirtschaft". Das sei der richtige Ansatz, meint Sonja Zwazl (Bild, 2. v. l.), Präsidentin der WKNÖ: "Junge Leute sollen lernen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, um Chancen zu sehen und sie zu ergreifen."

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