Maria Großbauer ist neue Opernball-Koordinatorin

Maria Großbauer ist neue Opernball-Koordinatorin

Maria Großbauer ist die neue Opernball-Koordinatorin. Staatsoperndirektor Dominique Meyer hat die neue Ball-Direktorin vorgestellt.

Die Werbefachfrau Maria Großbauer ist die neue Organisatorin des Wiener Opernballs. "Es ist mir eine riesengroße Freude und riesengroße Ehre, in diesen 'Heiligen Hallen' mitwirken zu können", so Großbauer. Sie tritt die Nachfolge von Desiree Treichl-Stürgkh an.

Wien. Nun ist es offiziell, wer die Nachfolgerin von Desiree Treichl-Stürgkh als Opernballorganisatorin antritt. Die Werbefachfrau Maria Großbauer wird den Opernball 2017 ausrichten. Davon begeistert zeigte sich auch Staatsopern-Direktor Dominique Meyer "Ich halte sie für die Richtige".

Meyer nutzte die Pressekonferenz, um "Gerüchten" zu entgegnen, die Bestellung von Großbauer mit seiner Wiederwahl als Staatsoperndirektor in Verbindung brachten. Ist die Werbefachfrau doch immerhin mit Philharmoniker-Chef Andreas Großbauer verheiratet. "Ich hatte keine Hintergedanken. Die Philharmoniker bestellen auch nicht den Direktor, das macht der Kulturminister", unterstrich Meyer. Die Entscheidung hatte ganz andere Ursachen: "Sie kennt das Haus sehr gut und brennt für die Oper. Sie ist klug, kreativ, hat Sinn für Eleganz, ist gut vernetzt, hat Erfahrung im Positionieren von Marken und in der Realisation von Projekten".

"Ich bin mit Opernluft aufgewachsen"

Tatsächlich ist Großbauer mit dem Haus seit ihrer frühen Kindheit an sehr verbunden. Ihr Vater, Karl Jeitler, war 38 Jahre lang Posaunist bei den Wiener Philharmonikern. "Ich liebe die Staatsoper seit über 30 Jahren. Ich bin mit Opernluft aufgewachsen", meinte die Neo-Organisatorin. Sie selbst spielt neben Querflöte und Klavier vor allem Saxofon. "Ich habe mit Big Bands auf vielen Bällen bis 5.00 Uhr in der Früh gespielt. Ich kenne die Bälle daher auch von dieser Seite."

Ihre Pläne für den Opernball wollte sie bei der Pressekonferenz noch nicht verraten. Aber natürlich habe sie "schon einige Ideen". Auf jeden Fall will sie auf dem von der geschiedenen Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh gelegten Fundament weiter aufbauen, dabei aber auf jeden Fall auch "ihre persönliche Note" einbringen. Ein Schwerpunkt wird die Musik sein. Diese soll künftig "vom Dach bis in die kleinste Ritze" weiter an Bedeutung gewinnen. Die nächste Zeit will Großbauer aber einmal dazu nutzen, das Team besser kennenzulernen und sich richtig einzuarbeiten.

Natürlich durfte bei der Pressekonferenz die Frage nicht fehlen, wie sie es denn mit Baumeister Richard Lugner halte. Großbauer konnte dabei gleich einmal diplomatisches Geschick beweisen: "Ich möchte, dass alle Gäste einen unvergesslichen Abend haben". Dass ihre neue Aufgabe auch mit sehr viel - manchmal auch unangenehmen - Rampenlicht verbunden ist, schreckte Großbauer nicht ab: "Daran denke ich noch nicht". Der nächste Opernball ist jedenfalls am 23. Februar 2017.

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