Österreicherin Marianne Heiß wird VW-Aufsichtsrätin

Marianne Heiß

Marianne Heiß - die gebürtige Niederösterreicherin macht in Deutschland große Karriere.

Marianne Heiß, Finanzchefin der Werbeagentur BBDO Group Germany, soll auch in den Prüfungsausschuss des Volkswagen-Konzerns einziehen.

YES, SHE CAN. Vorerst ist sie gerichtlich bestellt, am 3. Mai soll sie von der Hauptversammlung gewählt werden - mit Marianne Heiß zieht dann eine Österreicherin in den Aufsichtsrat von Volkswagen ein.

Die gebürtige Niederösterreicherin blickt auf eine erfolgreiche Karriere in der Werbebranche zurück. Seit 2013 ist sie Finanzvorständin der Deutschland-Niederlassung des internationalen Agenturnetzwerks BBDO. Die Gruppe, die ihre Geschäftszahlen nur unregelmäßig veröffentlicht, erwirtschaftete 2015 in Deutschland mit 5.000 Mitarbeitern 540 Millionen Euro Umsatz.

Die Laufbahn von Marianne Heiß folgte nicht ganz dem herkömmlichen Muster. Als sie Ende der 1990er-Jahre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Wiener Neustadt studiert, hat sie bereits eine erste Karriere von der Buchhalterin bis zur Büroleiterin eines Dorint Hotels in Deutschland und den Wechsel in die Werbebranche zu BBDO, einer der größten Agenturen der Welt, hinter sich.

Ab 1996 hält sie innerhalb des Netzwerks Führungspositionen, von 2011 bis 2013 ist sie als European Finance Director für das gesamte europäische Geschäft der BBDO zuständig, bevor sie schließlich zum CFO befördert wird.

Die 45-Jährige gilt als Finanzspezialistin ebenso wie als leidenschaftliche Werberin. Auch als Autorin hat sich Heiß einen Namen gemacht. 2011 veröffentlichte plädierte sie in ihrem Buch "Yes, she can - Die Zukunft des Managements ist weiblich" dafür, dass Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiterinnen endlich ausschöpfen und mehr Frauen in Führungspositionen bringen.

Im VW-Aufsichtsrat folgt Heiß auf die Bankerin Annika Falkengren, der ihre neue Führungsposition in der Schweizer Privatbank Lombard Odier Aufsichtsratsposten in anderen Unternehmen verbietet. Das "Manager Magazin" berichtet, dass Heiß auch in den Prüfungsausschuss des Konzerns einziehen könnte. Dieser befasst sich mit dem Jahresabschluss und den internen Kontrollsystemen.

Buchtipp

  • Yes she can: Die Zukunft des Managements ist weiblich
  • Marianne Heiß
  • Redline Verlag, 2011
  • Taschenbuch 19,99 €
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Der Artikel ist der trend Ausgabe 7/2018 vom 16. Februar 2018 entnommen.

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