Karriere-Killer: Das hindert Österreicher am Aufstieg

Karriere-Killer: Das hindert Österreicher am Aufstieg

Was die Karriere der Österreicher wirklich bremst.

Sind es die Kollegen, der Chef oder einfach Inkompetenz? Was den Karriereaufstieg der Österreicher wirklich bremst, darüber gibt eine Studie von Xing Auskunft.

Manchmal geht es auf der Karriere-Leiter einfach nicht weiter. Was bremst den Aufstieg der Österreicher aber tatsächlich? Sind es die Kollegen, ist es der Chef, Naivität, glasklare Inkompetenz oder gar eine Affäre im Unternehmen?

Im Auftrag von XING hat Marketagent.com nachgefragt, was ganz besonders hinderlich ist, wenn man beruflich Karriere machen möchte. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie zeigen, dass die Karriere vor allem von folgenden Faktoren beeinflusst und geschwächt wird:

Inkompetenz größte Barriere im Berufsalltag

Die Studienergebnisse zeigen, dass jeder dritte Berufstätige in Österreich Inkompetenz als großes Hindernis ansieht. Die Wiener bilden bei dieser Abfrage mit 27 Prozent das Schlusslicht und sehen Unfähigkeit gelassener entgegen, als dies Kollegen aus den anderen Bundesländern tun. Die In-Wien-Beschäftigten ziehen jedoch mit den Tirolern und Vorarlbergern (28 Prozent) mit, wenn es um Faulheit, als schwerwiegenden Grund für einen holprigen Karriere-Weg geht.

Eine schlechte Führung stellt vor allem jeder fünfte Niederösterreicher, Burgenländer und Wiener in Frage und gibt dies als Karriere-Hindernis an. Als Karrierebremse gelten auch unfaire Kollegen – vor allem bei Berufstätigen aus der Steiermark und Kärnten (16 Prozent) sowie aus Tirol und Vorarlberg (13 Prozent).

Singles fürchten unfaire Kollegen, Beziehungsmenschen ärgert ein schlechter Chef

Beleuchtet man die Faktoren Führungskräfte und Kollegenschaft, sind in Österreich deutliche Unterschiede bei berufstätigen Beziehungsmenschen und Singles zu vermerken. Ein Fünftel der Berufstätigen, die in einer Partnerschaft leben, finden einen schlechten Chef für eine Karriereentwicklung hinderlich, wobei nur 16 Prozent der Single-Kollegen dies als Hindernis sehen.

Letztere finden hingegen unfaire Mitarbeiter als schwerwiegenderen Grund (13 Prozent), beruflich nicht voran zu kommen. Dies bemängelt im Vergleich nur gut jeder Zehnte Beziehungsmensch. Ob eine Liebschaft im Kollegenkreis eine Karriere-Bremse ist, kommt laut Studie eindeutig auf die Berufsgruppen und das Unternehmen an.

Liebe am Arbeitsplatz schadet der Karriere nicht

Die Studie macht deutlich, dass es für den Karriereaufstieg in Österreich nicht zwangsläufig schädigend ist, im direkten Kollegenkreis eine Affäre anzufangen - lediglich zwei 2 Prozent sehen dies als ein Hindernis.

Selbständig Erwerbstätige sehen diese Thematik in ihrem Team mit sieben Prozent dabei noch als am heikelsten an. Ebenso machen sich Mitglieder der Geschäftsleitung mit acht Prozent wesentliche Gedanken zu diesem Thema. Jedoch sieht insgesamt nur ein sehr geringer Anteil der Frauen (drei Prozent) und Männer (zwei Prozent) Affären in der Kollegenschaft als bedenklich an.

Vielverdiener: Naivität ist Jobkiller

Hinsichtlich Einkommen ist zu sehen, dass für Berufstätige, die über 4.000 Euro netto pro Monat Haushaltseinkommen vorweisen können, neben Inkompetenz (28 Prozent), Faulheit (25 Prozent) und einem schlechten Chef (19 Prozent) auch die Naivität (17 Prozent) als ausschlaggebender Karrierekiller gilt.

Bis unter 2.500 Euro netto pro Monat-Verdiener haben die Kollegen im Auge (12 Prozent) und fürchten unfaire Manöver von diesen, um karrieretechnisch nicht so voran kommen zu können wie erhofft beziehungsweise geplant.

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