Österreich fällt beim "Women in Work-Index" zurück

Im OECD-Schnitt arbeiten zwei Drittel aller Mütter. In Österreich sind es nur 56,8 Prozent. Damit liegt Österreich nur auf Platz 21.

Langes Sitzen ist Gift für das Herz. Das belegt nun auch eine breit angelegte Studie eindrucksvoll.

Langes Sitzen ist Gift für das Herz. Das belegt nun auch eine breit angelegte Studie eindrucksvoll.

Der aktuelle "Women in Work-Index" stellt dem heimischen Arbeitsmarkt für Frauen kein gutes Zeugnis aus: Unter den 33 OECD-Ländern landet Österreich nur auf Rang 21, was die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt betrifft. Damit hat Österreich in dem Ranking seit 2000 sieben Plätze verloren, so eine am Freitag veröffentlichte PwC-Studie.

Zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von Frauen könne man sich ein Beispiel an skandinavischen Ländern nehmen. Island, Norwegen und Schweden sind demnach Musterschüler und hätten das 2020-Beschäftigungsziel der EU von 75 Prozent sowohl bei Männern als auch bei Frauen zwischen 20 und 64 Jahren bereits erreicht. In Österreich arbeiten laut dem Index, der die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und deren Gleichstellung am Arbeitsplatz misst, aktuell 65 Prozent der Frauen Vollzeit, in Schweden sind es 82 Prozent.

Auch bei der Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen hat Schweden die Nase vorn: Liegt der Lohnunterschied hierzulande bei 23 Prozent, sind es in Schweden laut PwC nur 15 Prozent. Die höchsten Beschäftigungsquoten von Müttern wurden ebenfalls in skandinavischen Ländern gemessen. In Schweden arbeiten 83,1 Prozent der Mütter, in Dänemark sind es 81,9 Prozent. Der OECD-weite Durchschnitt liegt bei 66,8 Prozent.

Um Müttern den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern, solle man gewinnbringende politische Maßnahmen der nordischen Staaten ableiten. "Der Mangel an leistbaren, hochwertigen Kinderbetreuungsstätten nach der Geburt eines Kindes ist eine der Hauptbarrieren für die Rückkehr von Frauen ins Arbeitsleben", meint Olivia Stiedl, "Senior Manager People and Organisation" bei PwC Österreich.

Großzügige Karenzregelungen, ein starkes soziales Sicherheitsnetz, Zugang zu leistbarer Kinderbetreuung und ein gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung könnten Abhilfe schaffen.

In dem Index rangiert die Schweiz auf Platz zehn, Deutschland befindet sich im Mittelfeld und landete auf Rang 17. Das Schlusslicht des Rankings bildet Mexiko, Griechenland nahm den vorletzten Platz ein.

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