Österreich in weltweitem Talente-Wettbewerb auf Platz 18

Österreich in weltweitem Talente-Wettbewerb auf Platz 18

Österreich landet im weltweiten Talente-Wettbewerb einen Platz vor Deutschland auf Rang 18. Das Ranking wird von der Schweiz angeführt.

Österreich ist im weltweiten Wettbewerb um die besten Talente im besseren Mittelfeld gelandet. Laut einer Studie in 119 Ländern landete Österreich auch heuer auf Platz 18, einen Platz vor Deutschland (19) und vor anderen großen Industrienationen wie Frankreich oder Japan. Den Spitzenplatz belegte zum fünften Mal in Folge die Schweiz.

Das geht aus dem "Global Talent Competitiveness Index 2018" hervor, der am Montag vor der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veröffentlicht wurde. Zweiter im Rennen um die klügsten Köpfe war Singapur, gefolgt von den USA, Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Weiters unter den Top Ten waren Großbritannien - das Land sackte von Platz zwei im Vorjahr ab -, die Niederlande und Luxemburg.

Im parallel erhobenen Städteranking erreichte Wien Rang 15 von 90, direkt hinter London (14), Los Angeles (13) und Tokio (12). Den Stockerlplatz erklomm erstmals Zürich, gefolgt von Stockholm, Oslo, Kopenhagen und Helsinki. Auf den Plätzen sechs bis zehn landeten Washington DC, Dublin, San Francisco, Paris und Brüssel.

Kritierien für Supertalente

Die Studienautoren maßen die Wettbewerbsfähigkeit bei den Talenten anhand von sechs Kriterien: regulatorische Rahmenbedingungen, Lebensqualität, berufliche und technische Fähigkeiten, Wissen, Wachstum (z. B. formelle Bildung) sowie Attraktivität (externe und interne Offenheit).

Österreich schnitt bei der politischen Stabilität, bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E, jeweils Platz 7) sowie bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik (6) besonders gut ab, ebenso beim Pensionssystem (6), bei der sozialen Absicherung (7) und bei den Talenten mit mittleren Fähigkeiten, besonders Techniker (6). Bei den Unterpunkten sanitäre Einrichtungen und Lebensgewohnheiten erreichte das Land überhaupt Platz 1.

Dass es hierzulande im Vergleich schwierig ist, Mitarbeiter zu kündigen, wurde Österreich als Schlechtpunkt angerechnet (Platz 81).

Auch bei der Gleichstellung von Frauen und Männern schnitt Österreich schlecht ab. Beim Punkt gleicher Lohn für gleiche Arbeit landete die Alpenrepublik auf Rang 78, bei der Kategorie Akademikerinnen auf Platz 65. Schlecht bestellt ist es der Studie zufolge auch um die Dichte neuer Geschäfte (75). Nicht gerade hoch ist hierzulande der Anteil der Menschen mit Hochschulabschluss sowie der älteren Beamten und Manager (jeweils Rang 52) Auch beim Nutzen virtueller sozialer sowie beruflicher Netzwerke hat Österreich Aufholbedarf (Platz 57 bzw. 50).

Das Ranking wurde von der französischen Wirtschaftshochschule INSEAD in Kooperation mit dem Personalvermittler Adecco, der indischen Tata Communications und dem Human Capital Leadership Institute aus Singapur erstellt.

Werner H. Hoffmann (li.) und Alfred Taudes

Karrieren

Corporate Governance goes digital: Was Aufsichtsräte können müssen

Lukas Haider, BCG Österreich

Karrieren

Digitale Revolution im Consulting

Recht

Sommerhitze im Büro: Das sind Ihre Rechte