Neue Unternehmen entstehen meist im Dienstleistungssektor

Im Jahr 2016 gab es fast 42.000 Firmengründungen und fast 34.000 Firmenschließungen. Ein Viertel aller Neugründungen erfolgten im Gesundheits- und Sozialwesen. Drei Viertel der Gründungen sind Klein- und Kleinstunternehmen. Nach fünf Jahren sind rund die Hälfte der Neugründungen vom Markt verschwunden.

Neue Unternehmen entstehen meist im Dienstleistungssektor

Neugründen ist einfach, im 5. Jahr konnt für viele Jungunternehmer das Aus.

Wien. Knapp 42.000 neue Unternehmen wurden 2016 in Österreich gegründet, zugleich haben knapp 34.000 Firmen zugesperrt, geht aus Daten der Statistik Austria hervor. Pro Neugründung entstanden im Schnitt 1,7 Arbeitsplätze, pro Schließung gingen 1,6 Jobs verloren. Wenn gegründet wird, dann meist im Dienstleistungssektor. 89,9 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgten im Dienstleistungsbereich, die meisten davon im Gesundheits- und Sozialwesen (10.559), im Handel (6.758) sowie in den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5.030).

Im Produzierenden Bereich wurden pro Neugründung mehr Arbeitsplätze (1,9 Beschäftigte) geschaffen als im Dienstleistungsbereich mit im Schnitt 1,6 Beschäftigten. Bei den Firmenschließungen gingen durchschnittlich 1,6 Arbeitsplätze verloren.

Die Pflegerin wird Unternehmerin

Dazu zählen etwa die Branchen Hauskrankenpflege, Pflegeheime oder Tagesbetreuung von Kindern –, gefolgt von den sonstigen Dienstleistungen (10,6 Prozent). An dritter und vierter Stelle reihen sich die Wirtschaftsbereiche sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (9,8 Prozent) und Verkehr (9,2 Prozent) ein. Am niedrigsten war der Anteil neu gegründeter Unternehmen im Dienstleistungssektor beim Grundstücks- und Wohnungswesen (4,1 Prozent), im Bereich Finanz- und Versicherungsleistungen (4,6 Prozent) sowie bei den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5,7 Prozent).

Ein Viertel aller neuen Firmen entstand im Gesundheits- und Sozialwesen (10.559 Neugründungen), worunter auch die selbstständigen Pflegerinnen fallen. Dazu zählen auch die Bereiche Hauskrankenpflege, Pflegeheime oder Tagesbetreuung von Kindern. Die sonstigen Dienstleistungen folgen dahinter.

Rund drei Viertel der Neugründungen waren 2016 Einzelunternehmen, fast jede siebente Firma war eine Kapitalgesellschaft. Auf Personengesellschaften und andere Rechtsformen entfiel nur jede zehnte neue Firma. Vier von fünf neuen Unternehmern kamen ohne Mitarbeiter aus. 15,3 Prozent der Unternehmen hatten im Jahr der Gründung zwischen einem und vier unselbständig Beschäftigte; nur 3,6 Prozent bzw. 1,4 Prozent waren mit zwischen fünf und neun bzw. mit zehn und mehr unselbständig Beschäftigten erstmals am Markt aktiv.

Nur die Hälfte (50,2 Prozent) der Gründungen von 2011 war 2016, nach fünf Jahren, noch am Markt. Die "Überlebensrate" der Gründungen von 2011 betrug nach einem Jahr 87,9 Prozent, nach zwei Jahren 72,9 Prozent, nach drei Jahren 62,3 Prozent und nach vier Jahren 55,5 Prozent.

Die besten Aussichten auf zumindest mittelfriistigen Erfolg über fünf Jahre haben Neugründungen in den Bereichen Energieversorgung (74,9%), Wasserversorgung und Abfallentsorgung (68,9%), im Grundstücks- und Wohnungswesen (63,5%) sowie in der Herstellung von Waren (61,8%).

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