Margarete Schramböck wird ab Juni Chefin von A1 Telekom

Margarete Schramböck wird ab Juni Chefin von A1 Telekom

Margarete Schramböck (45) wird die neue Chefin der A1 Telekom Austria, sprich CEO des Österreich-Teils der Telekom Austria. Dessen Führung hatte bisher ein Dreier-Vorstand inne.

Die börsenotierte teilstaatliche Telekom Austria Group hat wieder eine eigene Chefin für den Österreich-Teil des Konzerns. Die Betriebswirtin startete ihre Karriere bei Alcatel. Seit 2014 ist die Tirolerin Managing Director von Dimension Data Austria.

"Margarete Schramböck wird das bestehende Management Board von A1 mit Marcus Grausam (CTO), Sonja Wallner (CFO) und Alexander Sperl (CCO) vervollständigen", teilte die Telekom am Dienstag in einer Aussendung mit. Sie wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren bestellt und wird mit 1. Juni 2016 in den Konzern eintreten. Bisher führte der Telekom Austria Group-Vorstandsvorsitzender Alejandro Plater diesen Teil des Unternehmens interimistisch mit.

Um den Posten wurde lange gerungen. Sowohl das Finanzministerium wie auch die Belegschaftsvertretung wünschten sich eine Österreicherin oder einen Österreicher an der Spitze der A1, der mit Großkunden und der Republik auf Augenhöhe verhandeln könne. Mit dem Argentinier Plater, der nur sehr gebrochen Deutsch sprechen soll, soll dies schwierig gewesen sein, ist aus dem Konzern zu hören.

Gerüchteküche um Verschwinden von Wiener Börse

Im Vorfeld der Berufung von Schramböck gaben sich die Telekom und die ÖBIB, die die Interessen der Republik für den 28-Prozent-Anteil des Staates an der Telekom vertritt, sehr zugeknöpft. Seit Wochen wird obendrein medial darüber spekuliert, dass der Mehrheitseigentümer America Movil des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim den Streubesitz bei der Telekom auskaufen könnte und der heimische Leitbetrieb von der Wiener Börse verschwindet.

Dem Kurs der Telekom-Aktie blieb trotz der Gerüchte im vergangenem Monat nahezu stabil, hatte zuvor aber deutlich verloren. Alejandro Plater ist seit 1. August 2015 Chef des Gesamtkonzerns. Zum Abwärtstrend der Aktie - sie verlor in den sechs Monaten seiner Amtszeit 18 Prozent - meinte er Ende Jänner auf APA-Anfrage, dass dies der Marktentwicklung entspreche und Analysten nunmehr einen Trend nach oben sehen würden.

In den ersten neun Monaten des Vorjahres - die Jahresbilanz 2015 wird am 9. Februar präsentiert - erzielte die Telekom einen Gewinn von 308,4 Millionen Euro Gewinn. Im gleichen Zeitraum 2014 wurde noch ein Verlust von 136,5 Millionen Euro eingefahren. Getragen wurde der Erfolg vom Heimatmarkt, wo die Telekom unangefochtener Marktführer ist. 8.628 Mitarbeiter hatte die Telekom im 3. Quartal 2015 in Österreich, 7.441 Personen sind im Ausland beschäftigt. Amercia Movil gehören 60 Prozent der Telekom, sie stellt den Chef und hat die Mehrheit im Aufsichtsrat.

Psychologe und Autor Michael Schmitz

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