Kick-off zu "Schule macht Wirtschaft": Die Chefs von morgen

Kick-off zu "Schule macht Wirtschaft": Die Chefs von morgen

Bei der trend-Aktion Schule macht Wirtschaft gründen und führen österreichische Schüler reale Unternehmen. Unterstützt werden sie dabei von namhaften Mentoren aus der freien Wirtschaft.

Einmal der eigene Chef sein und sich mit einer cleveren Geschäftsidee selbstständig machen: Wovon viele Erwachsene nur reden, das setzen Jugendliche im Rahmen des Projekts "Schule macht Wirtschaft" in die Tat um. 13- bis 19-jährige Oberstufenschüler erleben dabei Wirtschaft hautnah, indem sie eigene Unternehmen gründen und führen. Die Entrepreneure erledigen dabei alles selbst - von der Geschäftsidee über die Produktion bis zum Jahresabschluss, vom Design bis hin zur Präsentation und dem Verkauf, auch auf österreichischen oder europäischen Handelsmessen. Durch die Arbeit im Team entdecken die Schüler ihr unternehmerisches Potenzial und entwickeln ihre sozialen Fähigkeiten. Dabei werden sie von ihren Lehrern und Mentoren aus der Wirtschaft unterstützt und vom trend medial begleitet. Die besten Projekte eines jeden Jahres werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung prämiert.

"Die Schüler werden durch das Projekt deutlich reifer", sagt Katharina Zelenka, die als Lehrerin an der HTL Mödling das Siegerprojekt "reBQ" im vergangenen Jahr begleitete. Die Theorie können die Jugendlichen durch ihre Gründungen in die Praxis umsetzen - und so mancher Schüler, der im Frontalunterricht unmotiviert war, ist später Feuer und Flamme für die Umsetzung seiner eigenen Geschäftsidee.

Die Anmeldung läuft

Im vergangenen Jahr wurden 206 Junior Companies von insgesamt 2.033 teilnehmenden Schülern gegründet. Im Programm "Junior Basic", bei dem die noch jüngeren Schüler zwischen 13 und 15 Jahren Unternehmen gründen, haben 167 Schüler 21 Companies gegründet und geführt. Insgesamt haben 285 Lehrer die Schüler bei ihren Gründungen beraten - während der Schulzeit, aber auch abends und am Wochenende. "Ich war mit meinen Schülern zum Beispiel in einer WhatsApp-Gruppe", sagt Zelenka.

Informationen zur Anmeldung für dieses Jahr finden Interessierte in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins trend, sowie online auf www.schulemachtwirtschaft.at.

Nützliche Tipps

Doch nicht nur die Lehrer und Schüler, auch die Mentoren aus der freien Wirtschaft schwärmen vom Projekt. Neben WKO-Präsident Christoph Leitl sind auch heuer wieder Wien Energie, Coca-Cola und Pfizer als Unterstützer mit an Bord.

"'Schule macht Wirtschaft' vermittelt die Freude an der Arbeit, das ist mir persönlich besonders wichtig", sagt etwa Michael Strebl, Vorsitzender der Wien-Energie-Geschäftsführung. "Für Wien Energie bietet die Aktion zudem die Möglichkeit, den jungen Menschen einen Einblick in die neue Welt der Energiewirtschaft zu geben." Ähnlich sieht das Philipp Bodzenta, Direktor Public Affairs &Communications bei Coca-Cola Österreich: "Mir gefällt das realitätsnahe, unternehmerische Denken, das die Jugendlichen an den Tag legen, seien es Produktionskosten, Vertriebsmöglichkeiten oder das Optimieren von Prozessen für einen maximalen Output."

Und Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Österreich, zieht Parallelen zur in Österreich florierenden Start-up-Szene: "Schule macht Wirtschaft ist eine großartige Aktion, um Schülern den Start-up-Gedanken näherzubringen und Unternehmertum schon im jungen Alter zu fördern", sagt er. Österreich brauche junge Menschen mit kreativen Ideen und dem Willen, etwas zu bewegen. Wesentlich für den Erfolg einer Junior Company wäre laut Rumler ein "Out-of-the-box-Thinking", also der Mut, Neues auszuprobieren.

Einen weiteren, unerwarteten Tipp für die Gründer hat auch Zelenka: "Viele Junior Companies machen den Fehler, zu viele Aufträge anzunehmen", sagt sie: "Dann überarbeiten sie sich, können die Aufträge teils nicht mehr erfüllen, müssen Lieferzeiten und Preise anpassen."

Klar wird dadurch: Vom Vorurteil, Österreichs Jugend sei faul und antriebslos, kann hier wahrlich keine Rede sein.

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