6 Karrieretipps für Frauen, die in die Chefetage wollen

6 Karrieretipps für Frauen, die in die Chefetage wollen

Frauen an die Macht! Mit ein paar Tricks geht es leichter.

Um in Führungspositionen zu kommen, ist für Frauen Strebsamkeit und gute Sachkenntnis gut und schön, aber um es wirklich ganz nach oben zu schaffen, gehört mehr dazu. Ein Personalrekruter verrät, worauf es ankommt, damit es gerade Frauen im Job wirklich an die Spitze schaffen.

Frauen an die Macht. Das ist zwar nach wie vor oft ein harter Weg, gelingt aber immer öfter. Um den Weg nach oben zu schaffen, gibt es jedoch ein paar Tricks, um erfolgreich zu sein und das zu bekommen, was Frauen entsprechend ihrer Leistung zusteht.

Christoph Trauttenberg, Direktor beim Personal-Rekruter Michael Page, sagt mit welchen sechs Strategien Frauen den Sprung nach ganz oben schaffen. Einzige Voraussetzung: Sie will wirklich Karriere machen.

1. Gezielt netzwerken

Networking in die oberen Etagen ausweiten


Um Karriere zu machen, sollte man Beziehungen knüpfen und dieses Netzwerk pflegen. „Frauen bleiben viel zu häufig unter sich und knüpfen Beziehungen eher auf gleicher Hierarchieebene. Sie sollten aber viel öfter ihre Kontakte nach oben und auch unter Männern ausweiten“, rät Trauttenberg. Netzwerken funktioniert am besten im informellen Rahmen und geht daher überall: Beim After-Work, im Fitnesscenter, in der Büroküche, am Rande einer Konferenz oder bei einem Firmenevent. „Es bieten sich immer Gelegenheiten, wo informell Jobs oder Informationen weitergegeben werden, von denen Unbeteiligte gar nicht oder erst spät erfahren. Bleiben Sie ungezwungen und lassen Sie Ihre Expertise einfließen, wo sie gefragt ist“, sagt Trauttenberg.

Entscheidend ist: Qualität geht vor Quantität. Michael-Page-Rekruter: „Suchen Sie sich gezielt ein bis zwei sinnvolle Kontakte pro Event aus. Wenn diese Menschen langfristig in Ihr Netzwerk integriert werden sollen, sollten Sie persönlich zu Ihnen passen.“

2. Selbstbewusste Kommunikation

Stärker und aktiver kommunizieren


Frauen neigen zu Konjunktiven, die wirken zwar höflich, aber gleichzeitig als weniger selbstbewusst. Hier sollten sich Frauen an starken Formulierungen der Männer etwas abschauen: „Ich habe eine Vorschlag“ anstelle von „Ich hätte einen Vorschlag“.

In Übungssituationen kann man lernen in wichtigen Gesprächen den Ton anzugeben und damit die Oberhand zu behalten. Auch wenn Frauen dazu tendieren eher leise, freundlich und nett zu sein, müssen sie wissen, was sie wollen und das auch kommunizieren.

Die Körpersprache ist dabei ein nicht zu unterschätzendes Kommunikationsmittel. Durch eine aufrechte Sitzhaltung und einen bestimmten, aber nicht überheblichen Tonfall, signalisieren Frauen Professionalität, Selbstsicherheit und Enthusiasmus.

3. Eigenmarketing betreiben

Public Relations in eigener Sache


Trauttenberg rät Frauen, sich sichtbarer zu machen und an einer Selbstmarketing-Strategie zu arbeiten, die zeigt, wofür sie stehen. „Arbeitgeber möchten Kandidaten mit einem einzigartigen Mix aus beruflichem Know-how und einer einnehmenden Persönlichkeit, die einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen. Dazu müssen Frauen lernen sich selbst besser zu vermarkten.

Kommunizieren, was man besser als andere macht. Im übertragenen Sinne: sie müssen selbst zur Marke werden und folgende Fragen für sich beantworten „Was kann ich besser als andere?“, „Was macht mich für ein Unternehmen unverzichtbar?“ Wer seine Stärken klar kommuniziert, wird automatisch sichtbar für mögliche Arbeitgeber.

Bühnen nutzen, wann immer es geht. Frauen sollten Bühnen nutzen, wann immer es möglich ist und keine Präsentationen auslassen. Dazu braucht es Selbstvertrauen, Kompetenz und Sicherheit. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Mit jedem Auftritt kommt mehr Ruhe hinzu und das Sicherheitsgefühl steigt.

4. Social-Media-Auftritt perfektionieren

Starker Auftritt schafft starke Reputation


Der Online-Auftritt ist lange schon der neue erste Eindruck. Laut dem Social-Media-Ratgeber von Michael Page werfen drei von vier Managern einen Blick auf die Social Media Kanäle potenzieller Mitarbeiter.

Unternehmen stellen bereits 73 Prozent der Kandidaten erfolgreich über soziale Netzwerke ein. Um für Recruiter und Personaler sichtbarer zu werden, sollten Frauen sich über berufliche Netzwerk-Plattformen eine starke Online-Reputation aufbauen und ihre berufliche Expertise und Motivation durch eine kreative Selbstpräsentation aktiv hervorheben. „Bei der Auswahl von Bewerbern zählen Erfahrung und Eignung für eine Position und nicht das Geschlecht. Frauen müssen sich hier noch aktiver in Erscheinung treten“, erklärt Trauttenberg.

5. Führungsqualitäten zeigen

Nicht alles selber machen


Führung und Verantwortung zu übernehmen heißt auch, Arbeit sinnvoll zu delegieren. Frauen neigen jedoch häufig dazu alles selbst machen zu wollen. Doch ab und zu „Nein“ zu sagen und Aufgaben weiterzugeben, bedeutet nicht faul zu sein, sondern zeugt von Führungskompetenz. Wichtig ist nur, dass die eigenen Ziele und Erwartungen an die Teammitglieder klar formuliert werden.

6. Großer Arbeitseifer: Fehl am Platz

Fleiß hat seinen Preis


Trauttenbergs Geheimtipp: „Auch, wenn es paradox klingen mag, sollten Frauen nicht zu fleißig sein. Viele sehen Fleiß als Indikator, um im Job aufzufallen und Pluspunkte zu sammeln. Das Gegenteil ist oft der Fall, denn damit senden Frauen die falschen Signale. Weiblicher Fleiß wird geschätzt, weil anderen – vorwiegend Männern – Arbeit erspart bleibt.“ Frauen sollten sich stattdessen gezielt und strategisch Aufgaben schnappen bzw. selbst Projekte initiieren. So bauen sie sich sukzessive ein Feld der Expertise auf und verbessern damit ihr Standing innerhalb des Unternehmens.

„Eine wesentliche Voraussetzung, um in eine Führungsposition zu kommen, ist der ernsthafte Wunsch Karriere zu machen“, ergänzt Trauttenberg. „Denn Frauen müssen nach wie vor überdurchschnittlich gute Leistungen erbringen. Zudem müssen sie lernen sich besser zu verkaufen und mit Macht umzugehen." Doch dafür fehlen in vielen Fällen noch Vorbilder.

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