Karriere 2017: Jeder Zweite ist am Absprung

Karriere 2017: Jeder Zweite ist am Absprung

Die Österreicher waren selten so willig, ihren Arbeitgeber zu wechseln wie im Jahr 2017. Laut einer Umfrage des Jobportals karriere.at denken 56 Prozent über eine berufliche Veränderung nach.

Für viele Österreicher hat das Arbeitsjahr 2017 eben erst begonnen, da machen sie sich auch schon wieder Gedanken, wie sie dieses beenden könnten. Oft heißt die Antwort darauf: "Bei einem anderen Arbeitgeber." Das zeigt eine neue Umfrage des Online-Jobportals karriere.at.

Eine große Mehrheit, nämlich 56 Prozent, kann sich eine völlige Veränderung vorstellen und liebäugelt demnach mit einem Jobwechsel. Andererseits ist nur jeder Zehnte wirklich zufrieden mit der aktuellen Situation und wünscht sich, dass es weitergeht wie bisher. Der Rest ist mit der aktuellen Situation zwar nicht zufrieden, hofft aber im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses auf Veränderung. Sei es durch einen Karrieresprung (15 Prozent) oder durch eine bessere Work-Life-Balance. Jeder Fünfte hofft, im neuen Jahr mehr Freizeit zu haben und weniger arbeiten zu müssen.

Besonders stark ausgeprägt ist der Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance bei Führungskräften und Entscheidern. Unter diesen hoffen 44 Prozent, es im neuen Jahr etwas gemächlicher angehen zu können und mehr Freizeit zur Verfügung zu haben. Dagegen ist der Wunsch nach einem anderen Arbeitgeber auf Management-Ebene weit weniger ausgeprägt. Nur zwölf Prozent der Befragten gaben an, aktuell auf Jobsuche zu sein. Jeder vierte Entscheider ist dagegen mit der aktuellen beruflichen Situation rundum zufrieden.

Jobwechsel als Karrieremotor

Interessant erscheint, dass jeder fünfte Manager darauf hofft, in dem Unternehmen weiter aufzusteigen, in dem er aktuell beschäftigt ist. Vor allem jüngere Arbeitnehmer glauben hingegen nicht an eine solche Option. Die Erfahrung zeigt auch, dass eine Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen, also ein Aufstieg in eine höhere Führungsebene oder ein spürbar besseres Gehalt nur im Zuge einer beruflichen Veränderung möglich ist.

karriere.at Geschäftsführer Jürgen Smid teilt diese Einschätzung. „Viele Unternehmen arbeiten heute in Projektstrukturen, was oft auch flache Hierarchiemodelle mit sich bringt. Die Aufstiegsmöglichkeiten in den Hierarchieebenen des Unternehmens werden dadurch aber auch weniger“, erklärt er. Ein Jobwechsel sei daher auch speziell für jüngere Arbeitnehmer wichtig, um nicht am Boden der flachen Hierarchien kleben zu bleiben und ihren Lebenslauf mit weiteren beruflichen Erfahrungen und Kenntnissen spicken zu können. "Gerade junge Arbeitnehmer möchten viele Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln, daher werden Job- und Unternehmenswechsel heute auch lockerer gesehen als noch vor einigen Jahren", erklärt Smid.

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