Reality-Check für das IT Recruiting: Was will Mr. Right?

Wer bei IT-Mitarbeitern an Birkenstock-tragende Nerds mit Hornbrillen in dunklen Hinterzimmern denkt, ist einem üblen Klischee verfallen. Die Coding- und Entwicklungsspezialisten wollen sich auch nicht mit lauwarmem Fastfood abspeisen lassen, sondern haben konkrete Wünsche an ihre Arbeitgeber. Das Jobportal karriere.at hat gemeinsam mit Marktagent.com erhoben, was die Technik-Zampanos wirklich wollen.

Reality-Check für das IT Recruiting: Was will Mr. Right?
Reality-Check für das IT Recruiting: Was will Mr. Right?

IT-Mitarbeiter: Keine Nerds, sondern anspruchsvolle Personen

Der perfekt passende Mitarbeiter: Das höchste Ziel jedes Recruiters. Das Problem ist heute aber: Perfekt passende Mitarbeiter wissen, dass sie begehrt sind. Umso schwerer sind sie daher für Arbeitgeber zu gewinnen – gerade dann, wenn es sich um heiß umkämpfe Zielgruppen wie IT- und Development-Mitarbeiter handelt. Für diese muss nicht nur die Bezahlung stimmen, sondern das gesamte Bündel an Benefits, das ein Unternehmen bietet.

Umso wichtiger ist es für Recruitingverantwortliche, die Wünsche und Erwartungen der begehrten Zielgruppen zu kennen. Das herauszufinden ist natürlich gar nicht so einfach. Am Beispiel Webentwickler: Wer sich darunter lichtscheue, Fastfood-mampfende Wesen in Hausschuhen vorstellt, befindet sich im Reich der Klischees. Jeder Coder ist anders. Was aber alle verbindet – vom IT Consultant bis hin zum Software-Tester: Sie leben im Beruf ihre Leidenschaft – und die hat mit Rechnern, Codes und Algorithmen zu tun. Und genau das kann auch ein Ansatzpunkt für Personalmanager sein. Was sind Wünsche und Bedürfnisse von Dev & Co? karriere.at hat dazu gemeinsam mit Marketagent.com eine repräsentative Studie durchgeführt.

Arbeit neben der Arbeit

Was macht ein Arbeitnehmer aus der IT-Branche nach Feierabend? Richtig, er fährt seinen privaten Rechner hoch, um weiter an Codes zu werken. Mehr als ein Viertel der 930 Studienteilnehmer (26,4 Prozent) gibt an, dass außerberufliche IT Projekte große Wichtigkeit haben oder hätten (wenn sie könnten). Zählt man dazu jene 29,7 Prozent, die dies zumindest teilweise für wichtig halten, lässt sich sagen, dass mehr als die Hälfte der Befragten IT-Arbeitnehmer auch neben dem Job an IT-Dingen arbeiten möchte. Fazit: Verbietet ein Dienstvertrag solche Nebenjobs, wird ein guter Teil der Arbeitnehmer nicht unterschreiben.

Die Macht der Betriebssysteme

Immerhin jeder fünfte Studienteilnehmer (20,7 Prozent) sagt, dass die freie Wahl des bevorzugten Betriebssystems ein Grund für einen Jobwechsel wäre. Der Reality-Check zeigt: 87,5 Prozent, also die Mehrheit, arbeiten auf Windows-Rechnern. Nur 70,3 Prozent würden dieses System aber auch selbst wählen. Anders sieht das bei Linux oder OSX aus, wo die Präferenz jeweils höher ist als das am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellte System. 28,1 Prozent hätten gerne Linux (Realität 21,1 Prozent) und 27,1 Prozent OS X (Realität 17,2 Prozent). Fazit: Es gibt immer ein gewisses Delta zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Kommt man den Wünschen der Bewerber in dieser Hinsicht entgegen, kann das beim Recruiting helfen.

Mobile ist die Zukunft

Im Mobile-Bereich liegt ebenfalls großes Potenzial. „Mobile Developer“ haben derzeit nur 4,9 Prozent der IT-Fachkräfte auf ihren Visitenkarten stehen. Knapp drei Mal so viele, nämlich 14,4 Prozent würden aber gerne als solcher arbeiten. Bevorzugte Betriebssysteme hier übrigens: Android (55,1 Prozent), gefolgt von iOS (37,3 Prozent) und Windows (28,7 Prozent). Fazit: Der Mobile-first-Grundsatz, nach dem immer mehr Unternehmen beim Bauen ihrer Websites arbeiten, wird sich noch stärker auf die IT-Branche niederschlagen. Arbeitgeber, die Kandidaten Chancen in diesem Bereich bieten, gewinnen an Attraktivität.

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