In 3 Schritten zu einem produktiveren Team

In 3 Schritten zu einem produktiveren Team

"Schützen Sie Ihr Gehirn", sagt Claire Burge: Unter anderem sind sogenannte "Master Listen" ein Tool, mit dem man sich selbst Freiraum schafft.

Wer auf sich selbst und auf seine Teammitglieder achtgibt, kann mehr erreichen, lautet eine These von Beraterin Claire Burge: Unter anderem empfiehlt sie, Emails komplett aus dem eigenen Leben zu streichen.

Wir alle wollen als Individuen und als Teams effizienter arbeiten - doch wie stellt man das richtig an? In einem Vortrag auf dem Pioneers Festival in Wien erklärte Beraterin Claire Burge die Vorgehensweise hinter ihrem Projekt "This is Productivity". Ihre Kernaussage klingt zwar logisch, wird im Alltag aber oft aus den Augen verloren: Menschen sind dann produktiv, wenn sie glücklich sind und ihre Gedanken frei sind. Die Kernaussagen ihres Talks können in drei essentiellen Punkten zusammengefasst werden.

1. Schützen Sie Ihr Gehirn

Es mag banal klingen, aber wer ein erfolgreiches Team führen will, der sollte sein eigenes Hirn und jenes seiner Mitarbeiter schützen. "Viele Mitarbeiter arbeiten wie Roboter die Aufgaben ab, die ihnen gestellt werden", sagt Burge: "Und ihre Gehirne werden permanent mit neuen Informationen überladen." Für echte Kreativität bleibt kaum noch Zeit und Muße.

Burges Team setzt zur Bekämpfung dieses Problems unter anderem auf das Konzept der "Master Listen". Darunter werden Listen verstanden, in die alle Gedanken abgeladen werden, die einem Menschen im Lauf des Tages in den Sinn kommen - zum Beispiel zu erledigende Aufgaben. Die letzten Minuten eines Arbeitstages verbringt der Listen-Ersteller damit, die einzelnen Punkte auf der Liste nach Priorität zu ordnen - den Anfang des nächsten Tages verbringt er dann damit, die wichtigsten Punkte abzuarbeiten.

2. Kontrollieren Sie Ihr eigenes Leben

In einem Versuch, die Kontrolle über ihr eigenes Leben zurück zu erlangen, brach Burge mit einem Tabu: Sie verzichtete auf Emails. Dabei merkte sie, wie sie deutlich produktiver wurde: Sie löste eigentliche Aufgaben, anstatt ein Sklave ihrer Inbox zu sein.

Dementsprechend rät Burge auch ihren Klienten, Tools für sich selbst zu nutzen anstatt ein Opfer des Werkzeugs zu sein. "Sie müssen nicht die ganze Zeit erreichbar sein", sagt sie: Stattdessen ist es ratsam, die Arbeit mal außerhalb der Bürowände zu erledigen, um dort auf neue Ideen zu kommen.

3. Definieren sie Wunschverhalten und bauen Sie dafür die richtige Umgebung

"Stellen Sie sich den Arbeitsplatz als einen Spielplatz vor, bei dem jedes Gerät eine andere Funktion hat", sagt Burge. Ein Manager sollte sich überlegen, welches Verhalten er sich von seinen Mitarbeitern wünscht und welches Umfeld dafür benötigt wird - erst die richtigen Voraussetzungen schaffen unter Teammitgliedern das Verhalten, das von ihnen erwünscht wird.

In Burges Team wird zum Beispiel Transparenz groß geschrieben - das wird in der Realität gelebt, indem das Task Management der einzelnen Mitarbeiter für alle Mitglieder des Teams einsehbar und offen für Input ist. A propos Task Managmeent: "Ihr Kalender sollte Ihre Task Liste sein", sagt Burge: "Es ist faszinierend, wie viele Aufgaben sich Menschen vornehmen, ohne sich die benötigte Zeit dafür zu reservieren."

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