Diese Berufe genießen am meisten Vertrauen

Diese Berufe genießen am meisten Vertrauen

Helden der Kindheit genießen auch bei Erwachsenen viel Vertrauen.

Nicht nur in Österreich, auch weltweit belegen Feuerwehrleute in Sachen Vertrauenswürdigkeit Platz 1 in der Bevölkerung. Schlusslicht beim Vertrauens-Check sind Politiker.

Wenn es um das Vertrauen der Bevölkerung geht, sind Feuerwehrleute nicht zu schlagen. Die Vertreter dieser Berufsgruppe belegten im "Trust in Professions Report 2016" neuerlich Platz 1. Viel Vertrauen bringen die Österreicher auch den Berufen im Gesundheitswesen entgegen.

Großes Vertrauen in helfende Berufe

97 Prozent von 1.002 in Österreich befragten Menschen vertrauen den Feuerwehren, geht aus der von Marktforscher GfK durchgeführten Umfrage hervor. Das sind sogar um drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten derartigen Umfrage vor zwei Jahren, als die Florianijünger ebenfalls die Topplatzierung erreichten. Rang zwei mit 95 Prozent Zuspruch belegten auch heuer Sanitäter sowie den Krankenschwestern und -pfleger, gefolgt von Apothekern (92 Prozent), Piloten (89 Prozent) und Ärzten (88 Prozent). Den Mediziner wird dasselbe Maß an Vertrauen entgegengebracht wie Lok-, Bus-, U-Bahn-und Straßenbahnfahrern.

Lehrer kamen auf 78 Prozent, Polizisten auf 76 und Soldaten auf 75 Prozent. Letztere legten im Zweijahresvergleich gleich um neun Prozentpunkte zu. "Das Vertrauen in die Armee könnte angesichts des Flüchtlingsstroms durch deren Arbeit bei der Grenzsicherung positiv beeinflusst worden sein", erläuterte GfK in einer Aussendung. Merkliche Zuwächse konstatierte GfK auch bei zwei völlig anderen Berufsgruppen: TV-Moderatoren erzielten 62 Prozent, Profisportler 58 Prozent, um jeweils zehn Prozentpunkte mehr als 2014.

Die Top- und Flop-Berufe in Sachen Vertrauenswürdigkeit.

Werbung und Politik am unteren Rand

Am unteren Ende des Rankings finden sich Politiker, die mit den Feuerwehrleuten eines gemeinsam haben: dieselbe Positionierung wie vor zwei Jahren. Nur 17 Prozent der Befragten erklärten, den Politikern volles oder zumindest überwiegendes Vertrauen entgegenzubringen. Das waren sogar noch um drei Prozentpunkte weniger als 2014. Eine Ausnahme stellten neuerlich Bürgermeister dar, die auf 49 Prozent kamen. Sie reihten sich damit zwischen Schauspieler (56 Prozent) und Pfarrer bzw. Geistliche (47 Prozent). Den Platz unmittelbar vor den Politikern belegten Werbefachleute (36 Prozent), an drittletzter Stelle finden sich Versicherungsvertreter (40 Prozent), viertletzte wurden die Journalisten.

"Die Österreicher bewerten 2016 die meisten der untersuchten Berufe positiver. Das schlägt sich in einem leicht gestiegenen durchschnittlichen Vertrauenswert von 69 Prozent nieder, sodass Österreich im Ländervergleich im oberen Drittel zu finden ist", erklärte GfK. Die Studie "Trust in Professions" wird alle zwei Jahre vom GfK Verein veröffentlicht und umfasst 27 Länder.

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