Beleuchtung am Arbeitsplatz: Licht ins Dunkel

Beleuchtung am Arbeitsplatz: Licht ins Dunkel

Die Komplexität guter Bedeutung: Lichttippszu einer besseren Beleuchtung in sieben Schritten.

Eine schöne Lampe kaufen, sie auf den Schreibtisch stellen, einstecken und anschalten, das kann wirklich jeder. Doch was für den Schreibtisch zuhause scheinbar genügt, ist im Arbeitsumfeld auf jeden Fall ungenügend. Die Beleuchtungsfrage ist nämlich wesentlich komplexer. Und dieser Komplexität kann man nur mit profunder Sachkenntnis beikommen. Wussten Sie beispielsweise, dass die gesetzlich festgelegte Lichtstärke am Arbeitsplatz 500 Lux beträgt? Dass aber von vielen Büroangestellten auch Bereiche mit etwas gemütlicheren 300 Lux gewünscht werden?

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Thema Beleuchtung ist selbstverständlich die richtige Lichtqualität. Es sollten unterschiedliche Leuchtmittel, respektive der richtige Mix verschiedener Leuchtmittel für einzelne Arbeitsbereiche ausgewählt werden. Dabei darf man nicht vergessen die Leuchtkraft der Bildschirme mit einzuberechnen.

Im Gegenzug gilt es Blendungen zu vermeiden, sowohl direkte auf die Person, als auch auf den jeweiligen Bildschirm. Gesetzt den Fall die Sonne scheint vormittags von vorne durch die Fenster und fällt nachmittags nur indirekt von der anderen Seite durch eine Milchglasscheibe in den Raum. Das sind nur einige wenige von vielen möglichen Problemstellungen, mit denen man sich in Beleuchtungsfragen konfrontiert sehen kann.

Im Brennpunkt: Lichtreduktion und gezielter Einsatz

Die dunkelsten Keller sind erhellt, die tiefsten Schluchten ausgeleuchtet. In der Industrie arbeitet man rund um die Uhr und eine LED-Taschenlampe ist handlich genug um auch auf Bergtouren zu hohen Gipfeln mitgeführt zu werden. Da ist es nur selbstverständlich und folgerichtig, dass Licht sich als wesentliche Komponente in der Architektur etabliert hat. Raumplanung ist eben immer auch Lichtplanung. Dafür gibt es aufwändige Berechnungsprogramme, welche dabei helfen, die Anforderungen an Beleuchtungsstärke, Biodynamik, Licht, Farbe und Material in Räumen zu quantifizieren.

Als Lichtplaner hat Neudoerfler die Raumwirkung ebenso im Blick wie die technischen Faktoren. Neueste Lichttechnologien ermöglichen sogar einen Effekt, der als Verschmelzung von Licht und Raum wahrgenommen wird.

Die Lichtquelle minimiert sich und verschwindet. Wie das im Einzelnen in Büroräumen aussieht, kann mit Hilfe von 3D-Computerrendering-Modellen simuliert werden. Architekt Michael Stoz: „Mit den neuen Lichttechnologien sind wir so weit, dass eine Verschmelzung von Licht und Raum stattfinden darf. Die Lichtquelle minimiert sich und verschwindet. Die Erhellung des Raumes kann gezielt und bis zur Perfektion hin erfolgen.“

Lichttipps

Zu einer besseren Beleuchtung in 7 einfachen Schritten:

  1. Die Lampe muss blendfrei sein
  2. Der Nutzer darf nicht direkt in ein Lichtmittel blicken
  3. Es gibt einfach und schnell zu bedienende Verstelleinrichtungen
  4. Es gibt eindeutig zu erkennende und benutzende Anzeigen und Bedienelemente
  5. Die Geräuschentwicklung ist gering
  6. Die Wärmeabgabe ist begrenzt
  7. Es gibt keine störenden Lichtreflexe durch Gehäuse oder Oberflächen

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