Aufsichtsrat bestellt Annette Mann als Austrian Airlines CEO

Nach dem Abgang von Alexis von Hoensbroech übernimmt mit Annette Mann erstmals eine Frau den Chefposten bei den Austrian Airlines. Mann, bisher Head of Corporate Responsibility der Lufthansa Group, wechselt mit 1. März zur AUA.

Annete Mann, mit 1. März 2022 neue CEO der Austrian Airlines

Annete Mann, mit 1. März 2022 neue CEO der Austrian Airlines

Die Halbwertszeit der AUA-CEOs war zuletzt äußerst kurz. Nach nur dreieinhalb Jahren an der Spitze der österreichischen Lufthansa-Tochter schied Alexis von Hoensbroech überraschend zu Jahresende 2021 wieder aus. Sein Vertrag wäre noch bis 2026 gelaufen. Auch sein Vorgänger Kay Kratky war nur drei Jahre im Amt.

Nun übernimmt mit Annette Mann erstmals eine Frau das Steuer bei der AUA. Die 44-Jährige ist - so wie Hoensbroech zuvor - eine Ur-Lufthanseatin. Seit 2003 ist sie bei der deutschen Airline in diversen Managementfunktionen tätig, zuletzt als Senior Vice President für Corporate Responsibility. Als solche zeichnete sie für die immer wichtiger werdende Thematik der Nachhaltigkeit verantwortlich.

Nach der Nominierung durch den Lufthansa Group Vorstand Ende 2021 bestellte nun der Austrian Airlines Aufsichtsrat Annette Mann als neue CEO/CFO. Mann vervollständigt ab 1. März 2022 den dreiköpfigen Austrian Airlines Vorstand. CCO bleibt Michael Trestl und COO Francesco Sciortino.

Toughe Managerin

Mann gilt konzernintern als tough, einen Sprung direkt ins AUA- Cockpit trauten ihr aber die wenigsten Insider zu. Gemeinsam mit der AUA-Aufsichtsratspräsidentin Christina Foerster soll nun also ein Frauen-Duo die rot-weiß-rote Airline durch die Coronakrise navigieren. Was nicht leicht wird, denn im Halbjahr waren die Umsatz- und Passagierzahlen der AUA, die ja unter von Hoensbroech auch Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, stark rückläufig. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein Verlust, wenn auch ein geringerer als im Vorjahr, prognostiziert. In den nächsten vier Jahren muss zudem die Staatshilfe (gesamt 450 Millionen Euro) zurückgezahlt werden.

Den Vorgänger Alexis von Hoensbroech zog es indes mit seiner Familie nach Kanada, wo er nun CEO des Billigfliegers Westjet ist. Es sei Zeit für ihn, ein neues Kapitel aufzuschlagen, meinte er zum Abschied von der AUA in einer Nachricht auf LinkedIn. Lange Zeit galt der Deutsche, der 16 Jahre bei der Lufthansa im Einsatz war, als möglicher Nachfolger von Lufthansa-General Carsten Spohr. Bis zum Frühjahr dieses Jahres, als man ihm konzernintern Vertragsgespräche mit der skandinavischen SAS übel genommen haben soll. Dort wurde von Hoensbroech ebenfalls als CEO gehandelt.

Westjet ist mit mehr als 180 Fliegern und 22 Millionen Passagieren im Jahr größter Konkurrent des Home-Carriers Air Canada. Die Billiglinie soll unter von Hoensbroech ihre Transatlantikstrecken ausbauen.

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