Arbeitsplatz 4.0 - die neue Zentrale von Microsoft Deutschland

Arbeitsplatz 4.0 - die neue Zentrale von Microsoft Deutschland

Am Firmensitz von Microsoft Österreich wurde bereits vor fünf Jahren mit einem radikalen Umbau eine komplett neue Arbeitswelt geschaffen. Nun wurde das Erfolgskonzept auch in München umgesetzt.

Mit der Digitalisierung erleben wir den größten Wandel der Arbeitswelt seit der industriellen Revolution. Etablierte Konzepte werden auf den Kopf gestellt, Raum und Zeit erleben eine Emanzipation von bestehenden Werten. Mobile Arbeit und das Home Office sind an vielen Stellen selbstverständlich geworden, Cafés oder Co-Working-Spaces werden schon lange nicht mehr nur von Digitalen Nomaden und Freelancern genutzt. Die Arbeit, Seite an Seite mit schlauen Maschinen und digitalen Assistenten steht uns kurz bevor.

Feste Arbeitszeiten oder Anwesenheitspflichten sind bei Microsoft kein Thema. Das Unternehmen ist seit Jahren einer der Vorreiter bei der Umsetzung neuer Arbeitsmodelle. Home-Office, flexible Arbeitsplätze, Shared-Desk-Lösungen und Co-Working-Spaces sind dabei Kernelemente. Wenn Mitarbeiter einmal ins Büro kommen, sollen sie sich entfalten können. Bei Microsoft Österreich wurde diese Idee bereits 2011 in aller Konsequenz umgesetzt. Jetzt wurden auch die Büros von Microsoft Deutschland in München komplett umgekrempelt.

Die neue Deutschland-Zentrale steht auch für die Verschmelzung von Arbeit und Leben, die nach Überzeugung von Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek längst begonnen hat: Die Welt wächst mehr und mehr wie ein einziges Netzwerk zusammen, geprägt von Kollaboration, kreativer Verknüpfung, interdisziplinärer Teamarbeit und neuen Denkmustern.

Den Takt dafür gibt die Industrie 4.0 vor, die geprägt ist durch neue Wettbewerber, kürzere Innovationszyklen und vernetzte Kunden. Zu meistern sind diese Herausforderungen nur mit hoch qualifizierten Wissensarbeitern, sagt Bendiek. "Um ihrer Kreativität Raum zu geben, muss man ihnen gewisse Freiheiten einräumen." Deshalb setzt die Managerin auf viel Kommunikation und Eigenverantwortung statt auf starre Regeln und strenge Hierarchien. Warum, fragt sie, sollte eine Mutter sich nicht nachmittags zu Hause für einige Stunden um die Kinder kümmern können - und ihre Arbeit am Abend fortsetzen, wenn der Nachwuchs im Bett ist?

Vom Arbeitsplatz zum Workspace

Gelegenheiten für den Austausch mit Kollegen und Führungskräften, für die Arbeit im Team oder fürs konzentrierte Nachdenken finden die Mitarbeiter überall - ob in den offenen Team-Bereichen, in der Konzentrationszone namens "Think Workspace", in einer der zahlreichen Sitzecken mit Lounge-Möbeln oder in der Kaffeebar im großen Atrium. Feste Arbeitsplätze gibt es nicht - auch Bendiek selbst findet sich morgens über eine App mit ihrer Assistentin zusammen und wählt einen passenden Platz. Eine "Clean-Desk-Policy" sorgt dafür, dass sie an jedem Schreibtisch sofort loslegen kann - denn jeder Mitarbeiter soll seinen Platz so verlassen, wie er ihn vorgefunden hat: leer, sauber und ohne persönliche Gegenstände. Die können in Schließfächern, Schränken und Regalfächern untergebracht werden.

Da jetzt noch ein Teil der rund 1.900 Mitarbeiter ins Büro kommt, gibt es in der neuen Zentrale auch nur noch rund 1.100 Arbeitsplätze. Üblicherweise sind das weit mehr als genug. In Kleingruppen werden aktuelle Projekte diskutiert, die Atmosphäre wirkt ähnlich wie auf einem Hochschul-Campus. Man hat sich vom Image der Anzugs-Company verabschiedet. Die meisten Mitarbeiter tragen legere Jeans, Sweatshirts oder Pullover.

Bei aller Lockerheit wird dennoch sehr erfolgsorientiert gearbeitet. Die Mitarbeiter haben feste Ziele. Werden die nicht erreicht, wird nachjustiert. Leistungsdruck soll das keiner sein. "Der Mensch wird durch Erfolg sehr motiviert", sagt Bendiek. Das flexible Arbeiten ohne feste Zeiten, Orte und Überstundenerfassung verlange allerdings auch viel Disziplin, räumt sie ein. So müssen die Mitarbeiter nach arbeitsintensiven Phasen selbst für ihren Freizeitausgleich sorgen. Und wenn Bendiek etwa am Wochenende Mails verschickt, die nicht brandeilig sind, schreibt sie möglichst gleich in den Betreff, dass sie erst am Montag dazu eine Rückmeldung braucht.

Skeptische Gewerkschaften

Bei den Gewerkschaften hält man die große Flexibilität für trügerisch, wenn die Beschäftigten durch Zielvorgaben unter permanenten Druck kommen. setzen. Den Führungskräften komme dabei eine hohe Verantwortung zu. Die Beschäftigten stünden unter dem Druck ständiger Bewährung, ohne dass sie einen Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Arbeit wie etwa personelle Kapazitäten hätten. Entscheidend sei, dass Arbeitszeiten erfasst und dokumentiert würden, unabhängig davon, wo sie geleistet werden.

Aufhalten lassen wird sich der Trend zu flexiblen Arbeitsmodellen, Projektarbeit und mehr selbstständigem Arbeiten unterdessen nicht, glaubt Werner Eichhorst vom Deutschen Institut zur Zukunft der Arbeit. Mit betrieblichen Vereinbarungen könne es aber gelingen, die Interessen der Unternehmen und Beschäftigten auszutarieren, sagt er. "Die Freiheit darf nicht nur in eine Erhöhung der Arbeitsintensität münden. Denn wenn man nur die Anforderungen erhöht, kann das auch zu gesundheitlichen Problemen bei den Beschäftigten führen."

Als eine der modernsten Arbeitsumgebungen steht die Unternehmenszentrale von Microsoft in München für die Idee einer vernetzten Arbeitswelt und eines neuen #worklifeflow: Optimale Möglichkeiten für Teamwork, mehr Selbstbestimmung und persönliche Produktivität sowie ein hohes Maß an Flexibilität.

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