Ex-Telekom-Austria-Vorstand Ottendorfer geht nach Katar

Ex-Telekom-Austria-Vorstand Ottendorfer geht nach Katar

Ankick zur Fußball-WM 2022: Günther Ottendorfer muss mit seinem Team das 5G-Netz in Katar richten und dafür sorgen, dass technisch alles rund läuft.

Günther Ottendorfer wechselt gut ein Jahr nach seinem Abgang vom US-Telekomanbieter Sprint an den Golf nach Katar. Der Ex-Telekom-Austria-Technikvorstand wird dafür sorgen, dass die Bilder der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in die ganze Welt ausgestrahlt werden.

Wien/Katar. Ankick zur Fußball-WM 2022 einmal anders. Und vor allem lange vor dem ballestrischen Höhepunkt: Für den einstigen Telekom-Austria Technikvorstand Günther Ottendorfer beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 bereits jetzt. Ottendorfer, von September 2013 bis April 2015 als Technikchef Mitglied des Vorstands der börsenotierten Telekom Austria Gruppe, zieht es nun an den Golf.

Der 50-Jährige Wiener übernimmt als CTIO (Chief Technical & Information Officer) die Leitung der kompletten Technik des Telekomanbieters Ooredoo Qatar.

Ottendorfer hatte nach seinem vorläufig letzten Engagement bei Sprint in den USA eine Pause von fast einem Jahr eingelegt.

Der Kick mit 5G

An seinem neuen Dienstsitz in dem 2,7 Millionen Einwohner zählenden Emirat wird im Winter 2022 Fifa-Fußball-WM ausgetragen. Der Kick: Ottendorfer wird maßgebend an der technischen Vorbereitung der Fußball-WM 2022 in Katar sein. Er wird mit seinem Team dafür sorgen, dass die Bilder des Sportgroßereignisses in die ganze Welt ausgestrahlt werden. Bis zum sportlichen Ankick am 21. November 2022 soll er die 5G-Technologie einführen und die Telekominfrastruktur auf den modernsten Stand bringen, wie er auf LinkedIn mitgeteilt hat.

Ooredoo Qatar ist der einzige Telekomanbieter des Emirats, das flächenmäßig etwa ein Drittel kleiner ist als Niederösterreich. Das Unternehmen ist neben den Golfstaaten auch als Telekomanbieter in Nordafrika, Mittlerer Osten und Südostasien in zehn Ländern tätig. Insgesamt hat Ooredoo Qatar 115 Millionen Kunden.

Im Jahr 2018 hat der Konzern einen Umsatz in Höhe von rund 30 Milliarden Qatar Riyal (rund 7,27 Mrd. Euro) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ging somit der Umsatz um rund 12 Prozent zurück. Der Nettogewinn beläuft sich auf 1,656 Mrd. Qatar Riyal ()380 Mio. Euro). Der Gewinn (Ebitda) beläuft sich auf 12,2 Milliarden Riyal. Die Ebitda-Marge ist um einen Punkt auf 41 Prozent zurückgegangen.

Der Telekom-Experte auf drei Kontinente

Nachdem America Móvil im Juli 2014 seinen Anteil an der Telekom Austria auf über 51 Prozent aufgestockt hatte, kam es auch zum Sesselrücken im Vorstand. Im Jahr 2015 musste Ottendorfer aus dem Vorstand der Telekom Austria Abschied nehmen. Danach zog es den gebürtigen Wiener in die USA. Beim Telekomanbieter Sprint war er zwei Jahre und 5 Monate als Technikchef Mitglied des Top-Managements.

Der Diplomingenieur der Informatik an der Technischen Universität Wien hatte seine ersten Sporen im Telekom-Business bei der Deutschen Telekom-Tochter T-Mobile erworben. Nach seiner ersten Station in Wien zog es ihn ins Headquarter nach Bonn, wo er über vier Jahre technischer Direktor von T-Mobile Europe war. Danach wechselte er nach Australien zum Telekomanbieter Optus Singtel. Nach fast drei Jahren kam er wieder zurück nach Europa und zog damals 2013 in den Vorstand der Telekom Austria ein.

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