Akustik am Arbeitsplatz: Unsichtbare Lärmdämpfer

Akustik am Arbeitsplatz: Unsichtbare Lärmdämpfer
Akustik am Arbeitsplatz: Unsichtbare Lärmdämpfer

Immer auf Empfang: Das Gehör ist permanent akustischen Reizen ausgesetzt. Die Grafik vergleicht bekannte Geräuschquellen.

Gute Akustik ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes und produktives Arbeitsklima. Akustisch optimierte Büromöbel und Trennelemente tragen wesentlich dazu bei, den Schallpegel im Büro zu senken und die Kommunikation zu verbessern. Sie können Raum und Kosten sparend eine optimale Arbeitsumgebung schaffen, ohne die ökonomischen Vorteile eines Mehrpersonen-Büros zu gefährden.

Die Bedeutung der Akustik im Büroarbeits-Kontext wird oft unterschätzt. Tatsache ist, dass schlechte akustische Verhältnisse und ein hoher Lärmpegel zu Stress und Überreizungen führen. Andererseits sorgen unprofessionell ausgeführte Schallschutzmaßnahmen zu widersprüchlichen Sinneseindrücken. Beides hat ein deutliches Abfallen der Konzentration zur Folge.

Reden, Radiohören und das Rattern des Druckers addieren sich schnell zu einem störenden Soundmix. Bereits einige klug arrangierte Möbel können ausreichend sein, um ein akustisch angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Das sorgt für Wohlbefinden und wirkt sich nachweislich positiv auf Konzentration und Produktivität aus.

Mit Hilfe einer Akustik-Messung ist es möglich festzustellen, wie und mit welchen Maßnahmen auch in Ihren Büroräumen die akustischen Verhältnisse optimiert werden können.

Besser verstehen: Der gute Ton

Gute Akustik ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes und produktives Arbeitsklima. Gute Akustik hat zunächst auch etwas mit „verstehen“ zu tun. Dazu einige wichtige Begriffe, die man verstehen sollte.

  • Absorber Es gibt zwei Arten: Poröse Absorber aus leichtem Material mit offenporiger Oberfläche, besonders wirksam bei hohen Tönen. Und Resonanzabsorber mit Masse-Feder-System. Dabei schwingt die Platte und nimmt so die Schallwellen auf, besonders bei tiefen Tönen wirksam. Absorber vernichten Schallenergie, wodurch die Lautstärke von Geräuschen herabgesetzt wird.
  • Dezibel Das Bel (B) ist eine nach Alexander Graham Bell benannte Hilfsmaßeinheit zur Kennzeichnung von Pegeln und Maßen. In der Praxis ist die Verwendung des zehnten Teils eines Bels (Dezibel, Zeichen dB) üblich.
  • Eigengeräusche Zu Eigengeräuschen zählt man am Arbeitsplatz alle Lärmquellen, die im Büroraum entstehen. Dazu zählen u.a. Sprache, Radio, Drucker.
  • Fremdgeräusche Sind die ins Gebäude eindringende Außengeräusche (z.B. Straßenverkehr) und die im selben Gebäude erzeugten und über die Baustruktur weitergeleiteten Störgeräusche, wie beispielsweise Belüftungssysteme.
  • Frequenzbereiche Infraschall (0 Hz – 16 Hz); Normalschall (16 Hz – 16.000 Hz); Ultraschall (16.000 Hz bis 1 Mio. Hz)
  • Grenzwerte In Räumen, in denen überwiegend geistige Tätigkeit ausgeübt wird, soll ein Grenzwert von 50db(A) nicht überschritten werden. Für einfach Bürotätigkeit sind 65db(A) der Grenzwert.
  • Hörbarkeit Das menschliche Gehör besitzt die erstaunliche Eigenschaft, wichtige Informationen von unwichtigen zu trennen. So können trotz Maschinenlärm menschliche Stimmen erkannt werden. Diese Tatsache hat zur Folge, dass neben einer Hörbarkeit eines Schalls auch der Informationsgehalt störend wirken kann. Man spricht deshalb von einer Hörbarkeits- und einer Verstehbarkeitsgrenze.
  • Körperschall Schall, der sich in festen Körpern (z.B. Decken oder Wänden eines Gebäudes) fortpflanzt. Je elastischer ein Stoff ist, desto langsamer breitet sich die Schallwelle aus.
  • Nachhallzeit Die Nachhallzeit ist die Zeit, die ein Geräusch braucht um im Raum unhörbar zu werden. Ihr Wert ist Indiz für die akustische Ausstattung eines Raumes. Nutzen Sie unseren Service und lassen Sie die Nachhallzeit in Ihrem Büro von unserem Akustik-Experten messen.
  • Schall Mechanische Schwingungen und Wellen, die sich in gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen ausbreiten.
  • Schallbrücken Schallbrücken entstehen z.B. durch Fassaden-, Boden und Deckenanschlüsse, Hohlraumböden, Heizungsrohre, Brüstungskanäle und durchgehende Fußböden.
  • Schalldruck / Schallempfinden Da der Schall über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen in Art einer Hebelwirkung zum Innenohr übertragen wird, empfinden Menschen eine Erhöhung des Schalldrucks um 10 dB (A) als subjektive Schallverdopplung.
  • Tonhöhe Die Tonhöhe (Frequenz) wird in Hertz angegeben. Hertz = Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde).
  • Wahrnehmung Das menschliche Gehör erkennt Frequenzen im Bereich von 16 bis 16.000 Hz. Zum Vergleich: Die Frequenzen der menschlichen Stimme liegen zwischen 300 und 1.000 Hz. Im Bereich von 500 bis 2.000 Hz ist das menschliche Gehör besonders empfindlich.

Karrieren

Journalistinnenkongress 2017: Democracy first!

Elmar Rodler, LSZ Consulting

Karrieren

LSZ Gesundheitskongress 2017

Karrieren

Die Post-Job Society: Was kommt nach der Arbeit?