Wohnen in Wien: Mieten stiegen 2017 um bis zu 12 Prozent

Wohnen in Wien: Mieten stiegen 2017 um bis zu 12 Prozent

Neubauten lassen die Preise auch in Wien-Donaustadt in die Höhe schnellen. (Foto: Neubauprojekt Rennbahnweg 68)

Im Vorjahr gab es bei Mietwohnungen in Wien wieder einen kräftigen Preissprung. In welchen Bezirken die Preise besonders hoch gestiegen sind und wo der Anstieg am geringsten war. Die Gründe für den starken Anstieg.

Wer in der Inneren Stadt in Wien wohnen möchte, muss gut verdienen. Für eine Mietwohnung im 1. Bezirk zahlt man derzeit im Schnitt 15,60 Euro pro Quadratmeter warm. Damit ist die City für Mieter nicht nur das teuerste Pflaster in Wien, im Vorjahr stiegen in der Inneren Stadt die Preise mit einem Plus von zwölf Prozent auch am stärksten unter allen 23 Bezirken.

Die Preise zogen in der City doppelt so viel an wie im übrigen Stadtgebiet. Durchschnittlich stiegen die Preise in Wien von 2016 auf 2017 um sechs Prozent, was im Median einen Preis von 13,10 Euro pro Quadratmeter zur Folge hat.

Der Hauptgrund für die gestiegenen Preise in der Inneren Stadt ist die fortschreitende Modernisierung von Altbauwohnungen. Viele werden zu Luxus-Immoblien umgebaut. Häufig sind die Immobilien auch noch möbliert, was die Preise zusätzlich nach oben treibt.

Platz 2 der höchsten Mieten: Donaustadt - Viele Neubauten als Grund

Dass die Innere Stadt den anderen Bezirken davoneilt, wird beim Blick auf den zweitteuersten Bezirk deutlich. In der Donaustadt liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis aktuell bei 14,10 Euro, also 1,50 Euro unter der Inneren Stadt. Dennoch liegen die Preise für einen zentrumsfernen Bezirk auf hohem Niveau, was nicht zuletzt an zahlreichen Neubau-Wohnungen liegt, die dort derzeit auf den Markt kommen.

Etwas günstiger als die Donaustadt sind die innenstadtnahen Bezirke Mariahilf und Neubau. Jeweils 14 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter im 6. und 7. Bezirk zahlen. Während in Neubau (+8 Prozent) die Mieten innerhalb eines Jahres überdurchschnittlich stark gestiegen sind, liegt die Preissteigerung in Mariahilf mit plus 6 Prozent im Gesamtdurchschnitt der Stadt.

Deutlich preiswerter als in den innenstadtnahen Lagen leben Mieter in den südlichen Randbezirken. Sowohl Simmering (12,30 Euro) als auch Favoriten (12,40 Euro) zählen zu den günstigsten Vierteln Wiens. Lediglich in Ottakring (12,30 Euro) und den angrenzenden Bezirken Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus (jeweils 12,50 Euro) sind die Mieten auf ähnlich niedrigem Niveau.

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