Wiener "Glaspalast": Josefstadt gibt grünes Licht für Neubau

Wiener "Glaspalast": Josefstadt gibt grünes Licht für Neubau

Ein undatiertes Rendering des Neubauprojekts.

Grünes Licht für den Neubau von Harry Glücks "Glaspalast": Der Bauausschuss des achten Bezirks gab schließlich seine Zustimmung zum dort geplanten Projekt. Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert will aber nun über die weitere Nutzung diskutieren.

"Die zentrale Forderung hinsichtlich der Sichtachse wurde erfüllt", erklärte die Bezirksvorsteherin der Josefstadt die einstimmige Zustimmung im Ausschuss. Denn der ursprünglich geplante breitere Neubau auf dem Areal des Glück-Baus hätte den freien Blick auf den Stephansdom von der Josefstädter Straße aus gefährdet. Das führte zu Protesten.

Daher kam es zu Änderungen in der Planung des Neubaus. Das Hochhaus rückte zurück und somit war die Sicht auf den "Steffl" nicht mehr in Gefahr.

Der "Glaspalast" an der Zweierlinie auf Höhe Josefstädter Straße, der durch ein Büro- und Geschäftshaus ersetzt werden soll, beherbergte einst das städtische Rechenzentrum und steht schon seit mehreren Jahren leer. Mit dem Projekt wurde die Wiener Standortentwicklung GmbH (WSE) betraut. Ursprünglich war der Abriss bereits für Mitte 2014 geplant.

Baubescheid und Mieter werden benötigt

Dass dieser bisher noch nicht erfolgt ist, hat zwei Gründe: Die Vermietungsquote des künftigen Gebäudes muss mindestens 75 Prozent betragen. Bevor dieser Wert nicht erreicht ist, wird nicht gebaut. Es gebe "mehrere ernsthafte Interessenten", ließ die WSE kürzlich die APA wissen. Doch Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet worden, da es noch keinen Baubescheid gebe. Das ist auch der zweite Grund für die Verzögerungen.

Denn um das neue, 40 Millionen Euro teure achtgeschoßige Bürohaus inklusive 150 unterirdischen Parkplätzen realisieren zu können, sind geringfügige Änderungen in der Flächenwidmung nötig. Und für diese ist die Zustimmung der beiden betroffenen Bezirke Innere Stadt und Josefstadt notwendig. Erst dann kann der Baubescheid erteilt werden.

Die Innere Stadt hat bereits grünes Licht gegeben, heute auch die Josefstadt. Wobei - letztere ist noch immer nicht ganz zufrieden mit dem Bauprojekt. Statt Büros solle doch Raum für Bildung - sprich Schulraum - geschaffen werden, fordert Mickel-Göttfert. "Wir werden dafür eintreten", kündigte sie an und verwies auf eine hohe Zahl leer stehender Büroräumlichkeiten in der Bundeshauptstadt.

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